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wenn man hier vcrhcirathct ist, und keine Kinder hat. Letztere diese licbckleine Puppen vertreiben dem Gatten nnd zumal der Gattin die Zeit, nnd dabrauchen sie keine Zerstreuung außer dem Hause zu suchen, wo dergleichen sothcuer. Und dann habe ich nie die Kunst gelernt, wie man die Hungrigenmit bloßen Worten abspeist, um so mehr da mir die Natur ein so wohlhaben-des Acußcre verliehen, daß niemand an meine Dürftigkeit geglaubt hätte.Die Nothlcidrudcn, die bisher meine Hülfe reichlich genossen, lachte», wenn ichsagte, daß ich künftig selber darben müsse. War ich nicht der Verwandte allermöglichen Millionäre? Hatte nicht der Generalissimus aller Millionäre, hattenicht dieser Millionärissimus mich seinen Freund genannt, seinen Freund?Ich konnte nie meinen Clicutcn begreiflich machen, daß der große Millionä-rissimus mich eben deshalb seinen Freund nenne, weil ich kein Geld von ihmbegehre; verlangte ich Geld von ihm, so hätte ja gleich die Freundschaft einEnde! Tie Zeiten von David und Jonathan, von Orestes nnd Pyladcsseien vorüber. Meine armen, hülfsbcdürftigcn Dummköpfe glaubten, daßman so leicht etwas von den Reichen erhalten könne. Sic haben nicht, wieich, gesehen, mit welchen schrecklichen eisernen Schlössern und Stangen ihregroßen Gcldkistcn verwahrt sind. Nur von Leuten, welche selbst wenig haben,läßt sich allenfalls etwas erborgen, denn erstens sind ihre Kisten nicht vonEisen, und dann wollen sie reicher scheinen als sie sind.
Ja, zu meinen sonderbaren Mißgeschicken gehörte auch, daß nie jemand anmeine eignen Gcldnöthcn glauben wollte. In der Magna Charta, welche,wie uns Cervantes berichtet, der Gott Apollo den Poeten octrovirt hat, lautetfreilich der erste Paragraph: „Wenn ein Poet versichert, daß er kein Geld habe,solle man ihm auf sein bloßes Wort glauben, nnd keinen Eidschwur verlangen"— ach! ich berief mich vergebens auf dieses Vorrecht meines PoctenstandcS.So geschah cö auch, daß die Verleumdung leichtes Spiel hatte, als sie die Mo-tive, welche mich bewogen, die in Rede stehende Pension anzunehmen, nichtden natürlichsten Nöthen und Befugnissen zuschrieb. Ich erinnere mich, alsdamals mehre meiner Landslcutc, darunter der entschiedenste und geistreichste,vr. Marr, zu mir kamen, um ihren Unwillen über den verleumderischen Ar-tikel der Allgemeinen Zeitung auszusprechen, riethcn sie mir, kein Wort daraufzu antworten, indem sie selbst bereits in deutschen Blättern sich dahin geäußerthätten, daß ich die empfangene Pension gewiß nur in der Absicht angenom-men, um meine ärmer» Parteigenosse» thätigcr unterstützen zu können. Sol-ches sagten mir sowohl der ehemalige Herausgeber der Neuen Rheinischen Zei-tung, als auch die Freunde, welche seinen Gcncralstab bildeten; ich aber danktefür die liebreiche Theilnahme, und ich versicherte diesen Freunden, daß sie sichgeirrt, daß ich gewöhnlich jene Pension sehr gut für mich selbst brauchen konnte,und daß ich dem böswilligen anonpnicn Artikel der Allgemeinen Zeitung nicht