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Schamanen an der Newa sind in diesem Augenblick nicht in der Ezlase desStnrmbeschwörcnS; aber hier hängt doch alles von Laune ab, von der abso-luten Laune erhabenster Willkiihr. Wie gesagt, mit dem Ableben LudwigPhilipps verschwindet alle Bürgschaft der Ruhe; dieser größere Hcrcnmcistcrhalt die Stürme gebunden durch seine geduldige Klugheit. Wer ruhig schla-fen will, muß in seinem Nachtgebct den König von Frankreich allen Schutz-engeln des Lebens empfehlen.
Guizot wird sich noch geraume Zeit halten, was gewiß wünschcnswcrth, daeine ministerielle Krisis immer mit unvorhergesehenen Fatalitäten verbundenist. Ein Ministcrwcchscl ist bei den vcränderungsüchtigen Franzosen vielleichtein Surrogat für den periodischen Dhnasticnwechscl. Aber diese Umwälzun-gen im Personal der höchsten Staatsbeamten sind darum nicht minder ein Un-glück für ein Land, das mehr als jedes andere der Stabilität bedürftig ist.Wegen ihrer prccären Stellung können die Minister sich in keine wcitanSgrei-fendc Plane einlassen, und der nackte Erhaltungstrieb absorbirt alle ihre Kräfte.Ihr schlimmstes Mißgeschick ist nicht sowohl ihre Abhängigkeit vom königlichenWillen, der meistens verständig und heilsam ist, sondern ihre Abhängigkeitvon den sogenannten Conscrvativcn, jenen constitutioncllcn Janitscharcn,welche hier nach Laune die Minister absetzen und einsetzen. Erregt einer der-selben ihre Ungnade, so versammeln sie sich in ihren parlamentarischen Ortas,und pauken los aus ihre Kessel. Die Ungnade dieser Leute entspringt abergewöhnlich aus wirklichen Suppenkessel-Interessen: sie sind es nämlich, welchein Frankreich eigentlich regieren, indem kein Minister ihnen etwas verweigerndarf, keinerlei Amt oder Vergünstigung, weder ein Consulat für den ältestenSohn ihres Herrn Schwagers, noch ein Tabaksprivilcginm für die Wittweihres Portiers. ES ist unrichtig, wenn man von dem Regiment der Bour-geoisie im Allgemeinen spricht, man sollte nur von dem Ncgimcntc der conser-vativcn Dcputirtcn reden; diese sind es, welche das jetzige Frankreich ausbeu-ten, in ihrem Privatinteresse, wie einst der Gcburtsadcl. Letzterer ist von derconscrvativcn Partei keineswegs bestimmt gesondert, und wir begegnen manchenalten Namen unter den parlamentarischen Tageshcrrschcrn. Der Name Con-scrvative ist aber eigentlich ebenfalls keine richtige Bezeichnung, da es gewißnicht allen, die wir solchermaßen benamsen, um die Conscrvation der politi-schen Zustände zu thun ist, und manche daran sehr gern ein Bischen rüttelnmöchten; ebenso wie es in der Opposition sehr viele Männer gibt, die das Be-stehende um alles in der Welt willen nicht umstürzen möchten, und gar beson-ders vor dem Krieg eine Todcsschcn hegen. Die meisten jener Oppositions-männcr wollen nur ihre Partei ans Regiment bringen, um dieses, gleich denkonservativen, in ihrem Privatinteresse auszubeuten. Die Principicn sindans beiden Seiten nur Losungsworte ohne Bedeutung; es handelt sich im
Helnc. VI. SN