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in dcm Conccrte einer Schülerin; auf seinen Lippen glänzt noch immer jeneseinbalsalmirtc Lächeln, welches wir jüngst auch bei einem ägyptischen Pharao-nen bemerkt haben, als dessen Mumie in dem hiesigen Binseum abgewickeltwnrde. Nach einer mehr als fünfnndzwanzigjährigcn Abwesenheit hat HerrKalkbrenner auch jüngst den Schauplatz seiner frühesten Erfolge, nämlichLondon, wieder besucht uud dort den größten Beifall eingeerntet. Das besteist, daß er mit heilem Halse hierher zurückgekehrt, und wir jetzt wohl nichtmehr an die geheime Sage glauben dürfen, als habe Herr Kalkbrenuer Eng-land so lange gemieden wegen der dortigen ungesunden Gesetzgebung, die dasgalante Vergehen der Bigamie mit dcm Strange bestrafe. Wir können daherannehmen, daß jene Sage ein Mährchcn war, denn es ist eine Thatsache, daßHerr Kalkbrenncr zurückgekehrt ist zu seinen hiesigen Verehrern, zu den schonenFortcpianos, die er in Compagnic mit Herrn Plcycl fabricirt, zu seinen Schü-lerinnen, die sich alle zu seinen Meisterinnen im französischen Sinne des Wor-tes ausbilden, zu seiner Gemäldesammlung, welche, wie er behauptet, keinFürst bezahlen könne, zu seinem hoffnungsvollen Sohne, welcher in der Be-scheidenheit bereits seinen Vater übertrifft, und zu der braven Fischhändlerin,die ihm den famosen Türbot überließ, den der Oberkoch des Fürsten von Bcne-vcnt, Tallcyraud Perigord, ehemaligen Bischof von Antun, für seinen Herrnbereits bestellt hatte. — Die Poissardc sträubte sich lange, dcm berühmtenPianisten, der incognito auf den Fischmarkt gegangen war, den besagten Tür-bot zu überlassen, doch als elfterer seine Karte hervorzog, sie auf den letztemniederlegte und die arme Frau den Namen Kalkbrenncr las, befahl sie auf derStelle, den Fisch nach seiner Wohnung zu bringen, und sie war lange nicht zubewegen, irgend eine Zahlung anzunehmen, hinlänglich bezahlt, wie sie sei,durch die große Ehre. Deutsche Stockfische ärgern sich über eine solche Fisch-gcschichle, weil sie selbst nicht im Stande sind, ihr Selbstbewußtsein in solcherbrillanten Weise geltend zu machen, und weil sie Herrn Kalkbrenncr überdiesbeneiden ob seinem eleganten äußern Auftreten, ob seinem feinen geschniegel-ten Wesen, ob seiner Glätte und Süßtichkeit, ob der ganzen marcipancncnErscheinung, die jedoch für den ruhigen Beobachter durch manche unwillkür-liche Berlinismcn der niedrigsten Classc einen etwas schäbigen Beisatz hat, sodaß Korcff eben so witzig als richtig von dcm Manne sagen konnte: Er siehtauS wie ein Bonbon, der in den Dreck gefallen.
Ein Zeitgenosse des Herrn Kalkbrenncr ist Herr Pixis, und obgleich er vonuntergeordneterem Range, wollen wir doch hier als Curiosität seiner erwäh-nen. Aber ist Herr Pixis wirklich noch am Leben? Er selber behauptet es,und beruft sich dabei auf das Zcugniß des Herrn Sina, des berühmten Ba-degastes von Boulogne, den man nicht mit dcm Berg Sinai verwechseln darf.Wir wollen diesem braven Wellenbändiger Glauben schenken, obgleich manche