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zu fürchten braucht, wird er auch dem beschnittenen Hunde Gehör schenken,und dieser wird unsere christlichen Brüder anklagen, Gott weiß wessen! HeuteAmboß, morgen Hammer!
Aber für den Freund der Menschheit wird dergleichen immer ein Herzeleidsein. Erscheinungen dieser Art sind ein Unglück, dessen Folgen unberechenbar.Der Fanatismus ist ein ansteckendes Nebel, das sich unter den verschiedenstenFormen verbreitet, und am Ende gegen uns alle wüthet. Der französischeConsul in Damascus, der Graf Ratti-Mcnton, hat sich Dinge z» Schuldenkommen lassen, die hier einen allgemeinen Schrei des Entsetzens erregten. Erist es, welcher den occidentalischen Aberglauben dem Orient einimpfte, undunter dem Pöbel von DamascuS eine Schrift auStheiltc, worin die Juden desChristcnmords bezüchtigt werden. Diese haßschnaufende Schrift, die derGraf Menton von seinen geistlichen Freunden zum BeHufe der Verbreitungempfangen hatte, ist ursprünglich der Libliotboon prompt», n Imoio ?srrnrioentlehnt, und es wird darin ganz bestimmt behauptet, daß die Juden zur Feierihres Paschafestes des Blutes der Christen bedürften. Der edle Graf hütetesich, die damit verbundene Sage des Mittelalters zu wiederholen, daß nämlichdie Juden zu demselben Zwecke auch consacrirte Hostien stehlen und mit Na-deln so lange stechen, bis das Blut herausfließc — eine Unthat, die im Mit-telalter nicht blos durch beeidigte Zeugenaussagen, sondern auch dadurch ansTageslicht gekommen, daß über dem Judenhausc, worin eine jener gestohlenenHostien gekreuzigt worden, sich ein lichter Schein verbreitete. Nein, die Un-gläubigen, die Muhamcdaner, hätten dergleichen nimmermehr geglaubt, undder Graf Menton mußte, im Interesse seiner Sendung, zu weniger miracu-lösen Historien seine Zuflucht nehmen. Ich sage im Interesse seiner Sen-dung, und überlasse diese Worte dem weitesten Nachdenken. Der Herr Grafist erst sei kurzer Zeit in DamaScus; vor sechs Monaten sah man ihn hier inParis, der Werkstätte aller progressiven, aber auch aller retrograden Verbrü-derungen. — Der hiesige Minister der anSwärtigcn Angelegenheiten, HerrThiers, der sich jüngst nicht bloS als Mann der Humanität, sondern sogarals Sohn der Revolution geltend zu machen suchte, offenbart bei Gelegenheitder Damascencr Vorgänge eine befremdliche Lauheit. Nach dem heutigenMoniteur soll bereits ein V i c e c o n su l nach Damascus abgegangen sein,um das Betragen des dortigen französischen Consuls zu untersuchen. EinViceconsul! Gewiß eine untergeordnete Person aus einer nachbarlichen Land-schaft, ohne Namen und ohne Bürgschaft parteiloser Unabhängigkeit!