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die Personen verdienen noch immer unsere Achtung, namentlich der Mann,dessen Stellung die schwierigste in Europa ist, und der jetzt nur in dem Ge-danken vom 13. März die Möglichkeit seiner Existenz sieht; dieser Erhal-tungstrieb ist sehr menschlich. Sind wir gar unter Karlisten gcrathcn, undhören wir diesen Mann beständig schmähen, so steigt er in unserer Achtung,indem wir bemerken, daß jene an Ludwig Philipp eben dasjenige tadeln, waswir noch am liebsten an ihm sehen, und daß sie eben dasjenige, was uns anihm mißfällt, noch am liebsten goutiren. Wenn er in den Augen der Kar-listen das Verdienst hat, ein Bourbon zu sein, so erscheint uns dieses Verdienstim Gegentheil als eine levis uota. Aber es wäre Unrecht, wenn wir ihnund seine Familie nicht von der ältcrn Linie der Bourboucn aufs riihmendsteunterschieden. Das Haus Orleans hat sich dem französischen Volke so be-stimmt angeschlossen, daß es gemeinschaftlich mit demselben rcgenerirt wurde;daß es aus dem schrecklichen Reinigungsbade der Revolution, eben so wie dasfranzösische Volk, gesäubert und gebessert, geheilt und verbürgerlicht hervor-ging ; — während die ältcrn Bourboucn, die an jener Verjüngung nichtThcil nahmen, noch ganz zu jener altern, kranken Generation gehören, dieCrebillon, Laclos und Louvest uns in ihrem heitersten Sllndcnglanzc und inihrer blühenden Verwesung so gut geschildert haben. Das wieder jung ge-wordene Frankreich konnte dieser Dynastie, diesen Ncvcnants der Vergangen-heit, nimmer angehören; das erheuchelte Leben wurde täglich unheimlicher;die Bekehrung nach dem Tode war ein widerwärtiger Anblick; die parfllmirtcFäulniß beleidigte jede honnetc Nase; und eines schönen Juliusmorgens, alsder gallische Hahn krähte, mußten diese Gespenster wieder entfliehen. LudwigPhilipp aber und die Scinigcn sind gesund und lebendig, es sind blühendeKinder des jungen Frankreichs, keuschen Geistes, frischen Leibes, und vonbürgerlich guten Sitten. Eben jene Bürgerlichkeit, die den Karlisten anLudwigPhilipp so sehr mißfällt, hebt ihn in unserer Achtung. Ich kann mich,trotz des besten Willens, nicht so ganz des ParthcigcistcS entäußern, um richtigzu beurthcilen, wie weit es ihm mit dem Bürgerkönigthume Ernst ist. Diegroße Jury der Geschichte wird entscheiden, ob eres ehrlich gemeint hat. Indiesem Falle sind die ?oigr>6ss cks main gar nicht lächerlich, und der männ-liche Handschlag wird vielleicht ein Symbol des neuen Bürgcrkönigthums,wie das knechtische Knien ein Symbol der feudalistischen Souvcrainctät ge-worden war. Ludwig Philipp, wenn er Thron und ehrliche Gesinnung be-wahrt und seinen Kindern überliefert, kann in der Geschichte einen großenNamen hinterlassen, nicht blos als Stifter einer neuen Dynastie, sondernsogar als Stifter eines neuen Herrscherthums, das der Welt eine andere Ge-stalt giebt, — als der erste BUrgerkönig, Ludwig Philipp, wenn er Thronund ehrliche Gesinnung bewahrt, — aber das ist ja eben die große Frage.