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ren läßt, welches um so leichter ist, da der JesuitismuS eigentlich keine Gesin-nung, sondern mir ein Metier ist; in der Quotidiennc hingegen driitcn undwüthen hochfahrende Junker und grimmige Mönche, schlecht vermummt inritterlicher Loyalität und christlicher Liebe. Diesen letztem Charakter trägt auchdie Karlistischc Zeitschrift, die unter dem Titel: (Za-etto cko In bkormarntie,hier in Ronen erscheint. ES ist darin ein süßliches Geklage über die gute alteZeit, die leider verschwunden mit ihren chevalercskcn Gestalten, mit ihrenKrcuzzügen, Turniren, Wappcnhcroldcn, ehrsamen Bürgern, fromme» Non-nen, minniglichcn Damen, Troubadouren und sonstigen Gemüthlichkcitcn, sodaß man sonderbar erinnert wird an die feudalistischen Romane eines berühm-ten deutschen Dichters, in dessen Kops mehr Blumen als Gedanken blühten,dessen Herz aber voller Liebe war; bei dem Redakteur der Gazette de la Nor-mandie ist hingegen der Kopf voll von krassem Obskurantismus, und sein Herzist voll Gift und Galle. Dieser Redakteur ist ein gewisser Vicomte Walsh,ein langer gräulicher Blondin, von etwa 6l) Jahren. Ich sah ihn in Dieppc,wo er zu einem Karlistcnkonzilium eingeladen war, und von der ganzen nobelnSippschaft sehr fctirt wurde. Geschwätzig, wie sie sind, hat jedoch ein kleinesKarlistchcn mir zugeflüstert: "o'est un tnmoux oomxdro;" er ist eigentlichnicht von gutem französischen Adel; sein Vater, ein Jrländcr von Geburt, warin französischem Kriegsdienste beim Ausbruche der Revolution, und als ercmigrirte und die Konfiskation seiner Güter verhindern wollte, verkaufte er siezum Scheine seinem Sohne; als aber der alte Mann später nach Frankreichzurückkehrte >md von dem Sohne seine Güter zurückverlangte, läugncte dieserden Scheinkauf, behauptete, der Verkauf der Güter habe in vollgültigem Ernstestatt gefunden, und behielt somit das Vermögen seines geprellten Vaters undseiner armen Schwester; diese wurde Hofdame bei Madame (der Herzogin vonBerry) und ihres Bruders Begeisterung'für Madame hat seinen Grund so-wohl in der Eitelkeit als im Eigennütze; denn, — „Ich wußte genug."
Mau kann sich schwerlich einen Begriff davon machen, mit welcher perfidenKonsequenz die Regierung der jetzigen Gewalthaber von den Karlisten unter-graben wird. Ob mit Erfolg, muß die Zeit lehren. Wie ihnen kein Menschzu schlecht, wenn sie ihn zu ihren Zwecken gebrauchen können, so ist ihnen auchkein Mittel zu schlecht. Neben jenen kanonischen Journalen, die ich oben be-zeichnet, wirken die Karlistcn auch durch die mündliche Uebcrlicfcrung allermöglichen Vcrläumdung, durch die Tradition. Diese schwarze Propaganda suchtden guten Leumund der jetzigen Gewalthaber, namentlich des Königs, aufsgründlichste zu verderben. Die Lügen, die in dieser Absicht geschmiedet werden,sind zuweilen eben so abscheulich, wie absurd. „Immer verläumdcn, immer vcr-läumden, es bleibt was kleben!" war schon der Wahlspruch der säubern Lehrer.
In einer Karlistischen Gesellschaft zu Dicppe sagte mir ein junger Priester: