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Man bedauert, daß die thcucrn Reliquien, wie das Schwert des Kaisers,der Mantel von Marengo, der welthistorische dreieckige Hut u. dgl. m., welchegemäß dem Testamente von St. Helena, dem jungen Reichstädt überliefertworden, nicht Frankreich anheimfallen. Jede der französischen Parthcicnkönnte ein Stück aus diesem Nachlasse sehr gut brauchen. Und wahrlich,wenn ich darüber zu verfügen hätte, so sollte die Vertheilung folgendermaßenstatt finden: de» Republikanern würde ich das Schwert des Kaisers über-liefern, diewcil sie noch die einzigen sind, die es zu gebrauchen verständen.Den Herren vom Justemilicu würde ich den Mantel von Marcngo zukommenlassen; und, in der That, sie bedürfen eines solchen Mantels, um ihre ruhm-lose Blöße damit zu bedecken. Den Karlistcn gebe ich des Kaisers Hut, derfreilich für solche Köpfe nicht sehr passend ist, aber ihnen doch zu Gute kommenkann, wenn sie nächstens wieder anss Haupt geschlagen werden; ja, ich gebeihnen auch die kaiserlichen Stiefel, die sie ebenfalls brauchen können, wenn sienächstens wieder davon laufen müssen. WaS aber den Stock betrifft, womitder Kaiser bei Jena spazieren gegangen, so zweifle ich, ob derselbe sich unter derherzoglich Rcichstädtischen Verlassenschaft befindet, und ich glaube, die Fran-zosen haben ihn noch immer in Händen.
Nächst dem Tode des jungen Napoleon hörte ich die Fahrten der Herzoginvon Berry in diesen Provinzen am meisten besprechen. Die Abenteuer dieserFrau werden hier so poetisch erzählt, daß man glaubt, die Enkel der Fabliaur-dichter hätten sie in müßiger Laune ersonnen. Daun gab auch die Hochzeitvon Compiögne sehr viel Stoff zur Unterhaltung; ich könnte eine Jnscktcn-sammlung von schlechten Wißen mittheilcn, die ich in einem karlistischcnSchlosse darüber debiriren hörte. Z. B. Einer der Festredner in Compibgnesoll bemerkt haben: in Compibgne sei die Jungfrau von Orleans gefangenworden, und cS füge sich jcht, daß wieder in Compibgne einer Jungfrau vonOrleans Fesseln angelegt würden. — Obgleich in allen französischen Blätternanfs prunkhafteste erzählt wird, daß der Zusammenfluß von Fremden hiersehr groß und überhaupt das Badclcbcn in Dicppe dieses Jahr sehr brillantsei, so habe ich doch an Ort und Stelle das Gcgentheil gefunden. Es sindhier vielleicht keine fünfzig eigentliche Badegäste, Alles ist trist und betrübt,und das Bad, das durch die Herzogin von Bcrrp, die alle Sommer hieherkam, einst so mächtig emporblllhte, ist auf immer zu Grunde gegangen. Daviele Menschen dieser Stadt hicdurch in bitterste Armuth versinken, und denSturz der Bourbonc als die Quelle ihres Unglücks betrachten, so ist es be-greiflich, daß man hier viele cnragirtc Karlisten findet. Dennoch würde manDieppe verlänmdcn, wenn man annähme, daß mehr als ein Viertheil seinerBewohner aus Anhängern der vorigen Dynastie bestände. Nirgends zeigendie Nationalgardcn mehr Patriotismus als hier, alle sind hier gleich beim