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sich gewaltig, mit Worten und Flinten. Die Franzosen des JuliuS sind nichtfrüher aufgestanden, als bis die ersten Kculcnschläge der Willkühr, die Ordo-nanzcn, ihnen anfS Haupt niederfielen. Die Engländer dieses Maimondshadcn nicht den ersten Schlag abgewartet; es war ihnen schon genug, daß demberühmten Scharfrichter, der schon in andern Ländern die Freiheit hingerichtet,das Schwert in Händen gegeben worden.
Es sind wunderliche Käuze, diese Engländer. Ich kann sie nicht leiden.Sic sind erstens langweilig, und dann sind sie ungesellig, eigensinnig, sie quä-ken wie die Frösche, sie sind geborne Feinde aller guten Musik, sie gehen in dieKirche mit vergoldeten Gebetbüchern, und sie verachten uns Deutsche, weil wirSauerkraut essen. Aber als es der englischen Aristokratie gelang, „dasdeutsche Weib" (tbo nast? gorman krovv) durch die Hofbastardschaft in ihrInteresse zu ziehen; als König Wilhelm, der noch des Abends an Lord Grcyversprach, so viel neue Pairs zu ernennen, als zum Durchsetzen der Rcform-bill nöthig sei, umgestimmt durch die Königin der Nacht, des andern Morgenssein Wort brach; als Wellington und seine Tones mit ihren libcrticidcn Hän-den die Staatsgewalt ergriffen: da waren jene Engländer plötzlich gar nichtmehr langweilig, sondern sehr interessant; sie waren gar nicht mehr ungesellig,sondern sie vereinigten sich hunderttauscndwcis; sie wurden sehr gcmcinsinnig;ihre Worte waren gar nicht mehr so quäkend, sondern voll des kühnsten Wohl-lauts; sie sprachen Dinge, die hinreißender klangen als die Melodien von Ros-sini und Mcpcrbcer, und sie sprachen gar nicht gcbctbüchcrlich fromm von denPriestern der Kirche, sondern sie bcricthcn sich ganz freigeistig, „ob sie nicht dieBischöfe zum Henker jagen, und König Wilhelm, mitsammt seiner Sauer-krautsippschaft, nach Hannover zurückschicken sollten?"
Ich habe, als ich früher in England war, über Vieles gelacht, aber am herz-lichsten über den Lordmayor, den eigentlichen Bürgermeister des Weichbildsvon London, der, als eine Ruine des mittelalterlichen Kommuncwcscns, sich inall seiner Perrückenmajcstät und breiten Zunftwürde erhalten hat. Ich sahihn in der Gesellschaft seiner Aldcrmänncr; das sind die gravitätischen Vor-stände der Bürgerschaft, Gevatter Schneider und Handschuhmacher, meistensdicke Krämer, rothe Bccfsteakgcsichter, lebendige Porterkrllgc, aber nüchtern,und sehr reich durch Fleiß und Sparsamkeit, so daß viele darunter, wie manmir versichert, über eine Million Pfund Sterling in der englischen Bank liegenhaben. Die englische Bank ist ein großes Gebäude in Thrcad-needle-Strect;und würde in England eine Revolution ausbrechen, so kann die Bank in diegrößte Gefahr gerathcn, und die reichen Bürger von London könnten ihr Ver-mögen verlieren und in einer Stunde zu Bettlern werden. Nichtsdestoweni-ger, als König Wilhelm sein Wort brach und»die Freiheit von England ge-fährdet stand, da hat der Lordmayor von London seine große Pcrrücke aufge-
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