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duftig; die Bäume glänzten so grllnvcrgnügt; die Cholera und CasimirPcricr waren vergessen, und cS war Frühling.
Nun ist der Leib begraben, aber das System lebt noch. Oder ist es wirklichwahr, daß jenes System nicht eine Schöpfung Pericrs ist, sondern des Kö-nigs ? Einige Philippisten haben diese Meinung zuerst geäußert, damit mander sclbstständigcn Kraft des Königs vertraue; damit man nicht wähne, erstehe rathlos an dem Grabe seines Beschützers; damit man an der Aufrccht-haltung des bisherigen Systems nicht zweifle. Viele Feinde des Königs be-mächtigen sich jetzt dieser Meinung; es kommt ihnen ganz erwünscht, daßman jenes unpopulaire System früher als den 13. März datirt, und ihmeinen allerhöchsten Stifter zuschreibt, dem dadurch die allerhöchste Verantwort-lichkeit erwächst. Freunde und Feinde vereinigen sich hier manchmal, um dieWahrheit zu verstümmeln. Entweder schneiden sie ihr die Beine ab, oderziehen sie so in die Länge, daß sie so dünn wird wie eine Lüge. Der Par-tcigeist ist ein ProkrusteS, der die Wahrheit schlecht bettet. Ich glaube nicht,daß Pcricr bei dem sogenannten Systeme vom 13. März nur seinen ehrlichenNamen hergeopfert, und daß Ludwig Philipp der eigentliche Vater sei. Erläugnct vielleicht die Vaterschaft bei diesem bedenklichen Kinde, eben so wiejener Baucrbursche, der naiv hinzusetzte: mais xour llire lu, vörits, je u'/ »1xas uui. Alle Beleidigungen, die Frankreich bisher erdulden mußte, kommenjetzt auf Rechnung des Königs. Der Fußtritt, den der kranke Löwe nochzuletzt in Rom, von der Eselin des Herrn, erhalten hat, erbittert die Fran-zosen aufs unleidlichste. Man thut ihm aber Unrecht; Ludwig Philipp läßtungern eine Beleidigung hingehen, und möchte sich gerne schlagen, nur nichtmit jedem; z. B. er würde sich nicht gern mit Rußland schlagen aber sehrgern mit den Preußen, mit denen er sich schon bei Valmy geschlagen, und dieer daher nicht sehr zu fürchten scheint. Man will nämlich nie Furcht an ihmbemerkt haben, wenn von Preußen und dessen bedrohlicher Rittcrthllmlichkcitdie Rede ist. Ludwig Philipp Orleans, der Enkel des heiligen Ludwig, derSprößling des ältesten Königstammes, der größte Edelmann der Christenheit,pflegt dann jovial bürgerlich zu scherzen, wie es doch betrübend sei, daß dieUkkermärk'sche Camarilla so gar vornehm und adelstolz auf ihn, den armenBürgcrkönig, herabsehe.
Ich kann nicht umhin, hier zu erwähnen, daß man niemals an LudwigPhilipp den Grand Scignenr merkt, und daß in der That das französischeVolk keinen bürgerlicheren Mann zum Könige wählen konnte. Eben so wenigliegt ihm daran, ein legitimer König zu sein, und, wie man sagt, die Guizot-sche Erfindung der Quasilcgitimität war gar nicht nach seinem Geschmack.Er beneidet Heinrich V. nicht im mindesten ob des Vorzugs der Legitimität,und ist durchaus nicht geneigt, dcßhalb mit ihm zu unterhandeln oder gar ihm