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5 (1855) Vermische Schriften : erste Abtheilung
Entstehung
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Schnell muß ich fort von hier.

Er flicht . . . doch nur um desto eher zurückzukehren zu den Fleischtöpfen Ae-gyptens, zu seiner alten Nilschlange, wie er sie nennt . . . bald wühlt er sichwieder mit ihr im prachtigen Schlamme zu Alexandrien, und dort, erzähltOctavius;

Dort auf dem Markt aus silberner Tribüne,

Auf goldncn Stühlen, thront er öffentlichMit der Cleopatra. Cäsarion saßZu ihren Füßen, den man für den SohnVon meinem Vater hält; und alle dieUnächten Kinder, die seit jener ZeitErzeugte ihre Wollust. Ihr verliehAegypten er zum Eigenthum, und machteVon Niedersyrien, Cyprus, Lydien sieZur unumschränkten Königin.

An dem OrtWo man die öffentlichen Spiele giebt,

Da kündet er als Könige der Kön'geDie Söhne; gab Großmcdien, ParthienArmenien dem Alexander, wiesDem Ptolemäus Syrien, CilicicnUnd auch Phönizicn an. Sie selbst erschienIm Schmuck der Göttin Isis diesen Tag,

Und wie man sagt, ertheilte sie vorherAuf diese Weise oftmals schon Gehör.

Die ägyptische Zauberin hält nicht bloS sein Herz, sondern auch sein Hirngefangen, und verwirrt sogar sein Fcldherrntalent. Statt auf dem festenLande, wo er geübt im Siegen, liefert er die Schlacht aus der unsichern See,wo seine Tapferkeit sich weniger geltend machen kann;und dort, wohindas launenhafte Weib ihm durchaus folgen wollte, ergreift sie plötzlich dieFlucht nebst allen ihren Schiffen, eben im entscheidenden Momente desKampfes: und Antonius,gleich einem brünst'gen Entrich," mit ausge-spannten Scgclflügeln, flicht ihr nach, und läßt Ehre und Glück im Stich.Aber nicht blos durch die weiblichen Launen Cleopatras erleidet der unglück-liche Held die schmählichste Niederlage; späterhin übt sie gegen ihn sogar denschwärzesten Verrath, und läßt, im geheimen Einverständniß mit Octavius,ihre Flotte zum Feinde übergehen . . . Sie betrügt ihn aufs niederträchtigste,