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5 (1855) Vermische Schriften : erste Abtheilung
Entstehung
Seite
206
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Nun Wirthin, liebe Wirthin,Schaut um nach kühlcm Wein,Die Aleider dieses GretleinMüssen vcrschlemmet sein."

Die Grct' Hub an zu weinen,Ihr Ilnmuth, der war groß.Daß ihr die lichte ZähreUeber die Wänglein floß.

Ach Hänslein, liebes Hänslein,Dn redetest nicht also.

Als du mich heim ausführtestAus meines Vaters Hof."

Er nahm sie bei den Händen,Bei ihrer schneeweißen Hand,Er führt sie an ein Ende,

Da er ein Gärtlein fand.

Ach Gretlein, liebes Gretlein,Warum weinest du so sehr.

Reuet dich dein freier Muth,Oder reut dich deine Ehr?"

Es reut mich nicht mein freier Muth,Dazu auch nicht meine Ehr';

Es reuen mich meine Kleider,

Die werden mir nimmermehr."

Das ist kein Gocthe'schcs Gretchen, und ihre Reue wäre kein Stoff fürSchcffer. Da ist kein deutscher Mondschein. ES liegt eben so wenig SentitMentalität drin, wenn ein junger Fant des Nachts bei seinem Mädel Einlaßverlangt, und sie ihn abweist mit den Worten:

Reit dn nach jener Straße,Reit du nach jener Haide,Woher du gekommen bist;Da liegt ein breiter Stein,Den Kops darauf nur leg'.Trägst feine Federn weg."

Aber Mondschein, Mondschein die Hülle und Fülle, und die ganze Seeleübergießend, strahlt in dem Licde: