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jestät, ihm ihr allerhöchstes Begehr kund zu gehen, his der arme Ncgerkönigendlich kleinlaut ihn fragte: ob es nicht anginge, daß er ihn weiß malte?
Das ist cS. Der schwarze Ncgerkönig will weiß gemalt sein. Aber lacht nichtüber den armen Afrikaner — jeder Mensch ist ein solcher Ncgerkönig, undjeder von uns möchte dem Publicum in einer andern Farbe erscheinen, als dieist, womit uns die Fatalität angestrichen hat. Gottlob, daß ich dieses begreife,und ich werde mich daher hüten, hier in diesem Buche mich selbst abzuconter-fcien. Doch der Lacune, welche dieses mangelnde Portrait verursacht, werdeich in den folgenden Blattern einigermaßen abzuhelfen suchen, indem ich hiergenugsam Gelegenheit finde, meine Persönlichkeit so bedenklich als möglich her-vortreten zu lassen. Ich habe mir nämlich die Aufgabe gestellt, hier nach-träglich die Entstehung dieses Buches und die philosophischen und religiösenVariationen, die seit seiner Abfassung im Geiste des Autors vorgefallen, zubeschreiben, zu Nuß und Frommen des Lesers dieser neuen Ausgabe meinesBuches elv I'^IIeiuaguo.
Seid ohne Sorge, ich werde mich nicht zn weiß malen, und meine Ncbcn-menschcn nicht zu sehr anschwärzen. Ich werde immer meine Farbe ganz getreuangeben, damit man wisse, wie weit man meinem Urthcil trauen darf, wennich Leute von andrer Farbe bespreche.
Ich crtheiltc meinem Buche denselben Titel, unter welchem Frau von Staölihr berühmtes Werk, das denselben Gegenstand behandelt, herausgegeben hat,und zwar that ich es aus polemischer Absicht. Daß eine solche mich leitete, ver-läugne ich keineswegs; doch indem ich von vornherein erkläre, einc Partcischriftgeliefert zu haben, leiste ich dem Forscher der Währheit vielleicht bessere Dienste,als wenn ich eine gewisse laue Unparteilichkeit erheuchelte, die immer ciue Lügeuud dem befehdeten Autor verderblicher ist, als die entschiedenste Feindschaft.Da Frau von Staöl ein Autor von Genie ist und einst die Meinung aussprach:daß das Genie kein Geschlecht habe, so kann ich mich bei dieser Schriftstellerinauch jener galanten Schonung überheben, die wir gewöhnlich den Damen an-gedeihen lassen, und die im Grunde doch nur ein mitleidiges Ccrtificat ihrerSchwäche ist.
Ist die banale Anekdote wahr, welche man in Bezug auf obige Acnßcrungvon Frau von Staöl erzählt, und die ich bereits in meinen Knabcnjährenunter andern Bonmots des Empires vernahm? Es heißt nämlich, zur Zeitwo Napoleon noch erster Consul war, sei einst Frau von Staöl nach der Be-hausung desselben gekommen, um ihm einen Besuch abzustatten; doch trotzdemdaß der dienstthuende Huisfü-r ihr versicherte, nach strenger Weisung nieman-den vorlassen zn dürfen, habe sie dennoch unerschütterlich darauf bestanden,seinem ruhmreichen Hausherrn unverzüglich angekündigt zu werden. Alsdieser letztere ihr hierauf sein Bedauern vermelden ließ, daß er die verehrte