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Wersen, mit fürchterlichem Gelächter. Auch diese Anklage kommt vor in denHcxenprozesscn, und das französische Sprüchwort sagt mit Recht, daß mannur gleich die Flucht ergreifen solle, wenn man angeklagt sei, eine Glocke vomKirchthurm Notre-Damc gestohlen zu haben.
lieber den Schauplatz ihrer Versammlung, den die Hexen ihren Convcnt,auch ihren Reichstag, nennen, herrschen im Volksglauben sehr abweichendeAnsichten. Doch nach übereinstimmenden Aussagen sehr vieler Hexen, dieauf der Folter gewiß die Wahrheit bekannt, sowie auch nach den Autoritäteneines Remigius, cines GodelmanuS, eines Wierus, eines Bodinus, und gareines de Lauere, habe ich mich für eine mit Bäumen umpflanzte Bcrgkoppeentschieden, wie ich solches im dritten Akte meines Ballctes vvrgezeichnct. InDeutschland soll der Hcxeuconvcnt gewöhnlich auf dem Blocksberge, welcherden Mittelpunkt des Harzgcbirgcs bildet, stattgefunden haben oder noch statt-finden. Aber es sind nicht blos deutsche Natioualhcxcn, welche sich dort ver-sammeln, sondern auch viele ausländische, und nicht bloS lebende, sondernauch längst verstorbene Sünderinnen,-die im Grabe keine Ruhe haben undwie die Willis auch nach dem Tode von üppiger Tanzlust gepeinigt werden.Deshalb sehen wir beim Sabbath eine Mischung von Trachten aus allenLändern und Zeitaltern. Vornehme Damen erscheinen meistens verlarvt,um ganz nngcnirt zu sein. Die Hexenmeister, die in großer Menge sich hiereinfinde», sind oft Leute, die im gewöhnlichen Leben den ehrbarsten, christlich-sten Wandel erheucheln. Was die Teufel anbelangt, die als Liebhaber derHexen fungiren, so sind sie von sehr verschiedenem Range, so daß eine alteKöchin oder Kuhmagd sich mit einem sehr untergeordneten armen Teufel be-gnügen muß, während vornehmere Patrizierfraucu und große Damen auchstandesgemäß sich mit sehr gebildeten und fcingcschwänztcn Teufeln, mit dengalantesten Junkern der Hölle, crlnstigen können. Letztere tragen gewöhnlichdie altspanisch burgundischc Hostracht, doch entweder von ganz schwarzer odergar zu schreiend Heller Farbe, und auf ihrem Barette schwankt die unerläßlicheblutrothe Hahnenfeder. So wohlgestaltet und schöngckleidct diese Cavalicrcbeim ersten Anblick erscheinen, so ist es doch auffallend, daß ihnen immer eingewisses "ünislreck" fehlt, und sich bei näherer Betrachtung in ihrem ganze»Wesen eine Disharmonie vcrräth, welche Auge und Ohr beleidigt: sie sindentweder etwas zu mager oder etwas zu korpulent, ihr Gesicht ist entweder zublaß oder zu roth, die Nase zu kurz oder ein bischen zu lang, und dabei kom-men manchmal Finger wie Vogelkrallen, wo nicht gar ein Pferdefuß, zumVorschein. Nach Schwefel riechen sie nicht, wie die Liebhaber der armenVolkSwcibcr, die sich, wie gesagt, mit allerlei ordinären Kobolden, mit Ofen-Heizern der Hölle, abgeben müssen. Aber gemein ist allen Teufeln eine fataleJnfirmität, worüber die Hexen jeden Ranges in de» gerichtlichen VerHand-