Nachtrag zur specifischen Wärmecapacität. 1163
denen Bestimmungen der specifischen Wärmecapacitäten zusam-mengesetzter Körper enthält. Das früher gewählte Verfahrender Mischungen brachte er auch hierbei in Anwendung, dochist in Beziehung auf die untersuchten Körper Folgendes zu be-rücksichtigen. Einige derselben hat man blofs in Pulverform,und diese ist für die Versuche sehr unbequem. Wird das Pulvermit Wasser zu einem Teige gemacht und dieser calcinirt, soerhält man zuweilen Stücke, die unmittelbar in die kleinenKörbchen gelegt werden können, allein sie ziehn dann leichtFeuchtigkeit an und entbinden nach Pouillet’s Versuchen(§. 1 IS) Wärme, wodurch die Resultate fehlerhaft werden. DieMenge der auf diese Weise freiwerdenden Wärme für jede ein-zelne Substanz zu bestimmen würde grofse Schwierigkeiten ge-habt haben, Regnault ermittelte aber, dafs der Einflufs, wel-chen diese auf die specifische Wärme haben konnte, 0,034 derletzteren nicht überstieg, und er nahm daher bei den Bestim-mungen hierauf gehörige Rücksicht. Allerdings könnte mandiese Substanzen in hermetisch verschlossene Gefäfse mit sehrdünnen Wandungen einschliefsen, allein da diese dann sein-langsam erkalten, so würde man dadurch noch gröfsere Fehlerherbeiführen. Man könnte auch die Substanzen mit einer hin-länglichen , gemessenen Quantität Wasser benetzen und diese inRechnung nehmen; allein dann würde die specifische Wärmeder Pulver nur ein Bruchtheil derjenigen des sie benetzendenWassers seyn und dadurch noch mehr Ungewifsheit herbeige—führt werden. Die Salze ziehn zu leicht Feuchtigkeit aus derAtmosphäre an, als dafs sie selbst in Gestalt zusammengeballterBrocken zu diesen Versuchen geeignet seyn sollten; es war da-her vorzuziehn, sie in einem Platintiegel zu einer einzigenPaste zusammenzuschmelzen und dann die noch heifse Ober-fläche mit einer sehr dünnen Schicht Oel zu überziehn, derenGewicht verschwindend klein ist, die aber dennoch genügt, dieFeuchtigkeit eine kurze Zeit abzuhalten, um das Gewicht zubestimmen. Allerdings erfolgt dann die Abkühlung der größe-ren Masse etwas langsamer, allein der hieraus hervorgehendeEinflufs ist nicht sehr bedeutend. Für einige sehr zerfliefslicheSalze, z. B. chlorsaures Zink, genügt dieses Mittel nicht; man
zu genauem Zusammenhänge steht, als dafs er in diesem Werke feh-len dürfte, weswegen ich ihn hier nachträglich hinzufüge.