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Zeigerwaage.
gers in die verticale Linie nach E herabsinken würde; alleinda auch bei der unbelasteten Waage der andere Hebelarm selbsteiniges Gewicht hat, aufserdem aber die Waagschale an dem-selben hängen mufs, so kann P nie = 0 werden und der He-belarm mit der auf die Abtheilungen des Gradbogens zeigendenSpitze mufs daher etwas gebogen seyn, wenn die Theilung un-ten in E mit 0 anfangen soll. Ferner wachsen die Tangentennicht der Gröfse von P direct proportional, und die Abthei-lungen des Gradbogens können also einander nicht gleichseyn; man mufs daher einige derselben nach der Formel oderempirisch auftragen und die zwischenliegenden interpoliren,woraus jedoch folgt, dafs solche Waagen nicht wohl so genauseyn können, als die Krämerwaagen. Nach Baumgartnerhat Werner in Wien eine solche Waage verfertigt, derenC-onstruction aus der Zeichnung eenimend erkannt wird, mit F'g-
ö ° ° . 24.
einem getheilten Bogen von 12 Zoll Halbmesser, die das Ge-wicht der Körper von 22 Grammen bis 1 Milligramm angiebt.
Die Zeigerwaagen haben vor den bisher genannten Arten vonWaagen den Vorzug, dafs ‘sie das Gewicht der Körper unmittelbarablesbar angeben, und. da sie zugleich sehr empfindlich seynkönnen, so bedient man sich derselben zum Wägen der Garn—strähne, um deren gleich feine zum Weben der nämlichen Stü-cke Zeug zu wählen. V. Geustner 1 beschreibt die gewöhn-lichsten Arten derselben, von denen ich die folgenden zwei,eine mit verticaler und eine andere mit horizontaler Scale-, hieraufnehme 2 * * 5 . Die gebräuchlichsten sind die mit verticaler Scaleund beruhn auf folgenden Gesetzen. Es sey der gebrochene Fig.Hebelarm a c b in c unterstützt und in a mit einem Gewichte Pbeschwert. Da die physischen Hebelarme ein eigenes Gewichthaben, welches Q heifsen möge, so nehmen wir an, dafs dieunbelastete Waage in der Lage acb zur Ruhe komme. Dabei
1 Handbuch der Mechanik, Th. I. S. 194. Yergl, Arzberger inG. XLYI. 392, wo eine vollständige Theorie der Zeigerwaage gege-ben worden ist.
2 Eine solche Zeigerwaage ist auch diejenige, welche Scmum-
berger unter dem Namen einer Schnellwaage oder römischen Waage
construirt hat. S. Dingler’s polytechnisches Journal Th. XXXVI. S.
5 aus Bullet, de la Soc. industr. de Mülhausen. N. II. Die minderwissenschaftliche Art der Eintheilung des Quadranten kommt auf dashinaus, was oben nach Baomgartker angegeben worden ist.