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Schnellwaage.
genau gearbeitet sind, so genügen solche Waagen auch zur Be-stimmung sein 1 kleiner Gewichtunterschiede.
Sehr fein construirt waren die Schnellwaagen von Paul 1in Genf, und sollten ebenso feine Gewichtsbestimmungen an-geben, als Vermittelst der Krämerwaagen gefunden werden, wasjedoch nur dann möglich ist, wenn man den Waagebalken schi-leicht und den längeren Arm verhältnifsmäfsig sehr lang macht,wodurch der Apparat jedoch zum Wägen bedeutender Lastenuntauglich wird. Sehr fein gearbeitet und mit verschiedenenZierrathen verstehn sind die chinesischen Schnellwaagen 2 ausElfenbein, die blofs für geringe Lasten dienen; Ramsden 3 aberrichtete eine gleichfalls feine Sclincllwaage zur Bestimmung desspec. Gewichts der Körper ein, die Hassent n atz 4 dadurchzu verbessern suchte, dafs er auf dem längeren Hebelarme zweiverschiebbare Laufgewichte anbrachte, deren eins durch seineStellung Gramme, das andere Centigranune angiebt, woraus manjedoch sogleich ersieht, dafs die Feinheit weit hinter derjeni-gen zurückbleibt, welche durch gleicharmige hydrostatischeWaagen erreicht wird. Ungleich häufiger dagegen bedient mansich der Schnellwaagen zum Wägen grofser Lasten, jedoch ge-schah dieses ehemals häufiger als jetzt, wo man für diesenZweck das Frincip der zusammengesetzten Hebel anwendet unddadurch bedeutend an Raum erspart. Unter die älteren be-rühmt gewordenen Waagen ist vorzüglich die von Leutold 5im J. 1718 in Leipzig angelegte groi'se Heuwaage zu zäh-len , welche zwei Aufhängcpuncte hatte und mit drei Lauf-gewichten , die bei den schwersten Lasten alle aufgelegt wur-den , von 3 bis 5S Centner zog, wobei sie auf ein halbesPfund einen Ausschlag gab. Der Waagebalken hatte 6 Leipz.Ellen Länge, das Laufgewicht wog '1 ,‘25 Centner, und überdemselben war ein Senkel angebracht, um den horizontalenStand des Waagebalkens anzugeben.
Bei den einfachen Schnellwaagen mufs der eine Hebelarm
1 S. Gregorv’s Mechanica. T. II. p. 405. Vergl. Philos. Mag.
T. nr.
2 Gre-vv’s Museum, p. 369. Ilutton Dict. T. H. p, 456.
3 Account of Experiments to determine the spec. gravides otiluids. Lond. 1792. Journ. de Phys. 1792. Juin.
4 Ami. deChim. An. 6. N. 76. G. I. 158.
5 Theatr um stat. uniy. Part. I. Cap. 6.
X. Bd.
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