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Doch heil'ges Erbarmen und schauriges Mitleid
Durchströmt mein Herz,
Wenn ich Euch jetzt dadrobcn schaue,
Verlassene Götter,
Todte, nachtwandelnde Schatten,
Nebelschwache, die der Wind verscheucht —
Und wenn ich bedenke, wie seig und windig
Die Götter sind, die euch besiegten,
Die neuen, herrschenden, tristen Götter,
Die Schadenfrohen im Schafspelz der Demuth —
O da faßt mich ein düsterer Groll,
Und brechen möcht' ich die neuen Tempel,
Und kämpfen für Euch, Ihr alten Götter,
Für Euch und Eu'r gutes, ambrosisches Recht,
Und vor Euren hohen Altären,
Den wiedergebauten, den opferdampfenden,
Möcht' ich selber kniecn und beten,
Und flehend die Arme erheben —
Denn, immerhin, Ihr alten Götter/
Habt Jhr's auch eh'mals, in Kämpfen der Menschen,Stets mit der Parthei der Sieger gehalten,
So ist doch der Mensch großmüth'gcr als Ihr,Und in Götterkämpfen halt' ich es jetztMit der Parthei der besiegten Götter.