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Buch der Lieder
Entstehung
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307
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Derweilen, am flachen Gestade,

Ucber den flnthbefeuchteten Sand,

Schreitet ein Fremdling, mit einem Herzen,Das wilder noch als Wind und Wellen.Wo er hintritt,

Sprühen Fnnken und knistern die Muscheln;Und er hüllt sich fest in den grauen Mantel,Und schreitet rasch durch die wehende Nacht;Sicher geleitet vom kleinen Lichte,DaS lockend und lieblich schimmertAuö einsamer Fischerhütte.

Vater und Bruder sind auf der See,Und mutterseelallein blieb dortIn der Hütte die Fischertochter,Die wunderschöne Fischertochter.

Am Heerde sitzt sie,

Und horcht ans des WasserkesselsAhnungssüßcs, heimliches Summen,Und schüttet knisterndes Reisig in's Fener,Und bläßt hinein,

Daß die flackernd rothen LichterZauberlicblich wiederstrahlenAuf das blühende Antlitz,

Auf die zarte, weiße Schulter,

Die rührend hervorlauscht