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Buch der Lieder
Entstehung
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253
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Vom Zelte Gottes, heulend stürzen nieder,

Auf's Angesicht, die frommen Engelschaaren.

Aus seinem Throne sitzt der bleiche Gott,

Reißt sich vom Haupt die Krön', zerrauft .sein Haar

Und näher drängt heran die wilde Rotte.

Die Niesen werfen ihre rothen Fackeln

Jn's weite Himmelreich, die Zwerge schlagen

Mit Flammengeißeln auf der Englein Rücken;

Die winden sich und krümmen sich vor Qualen,

Und werden bei den Haaren fortgeschleudert;

Und meinen eignen Engel seh' ich dort,

Mit seinen blonden Locken, süßen Zügen,

Und mit der cw'gen Liebe um den Mund,

Und mit der Seligkeit im blauen Auge

Und ein entsetzlich häßlich schwarzer Kobold

Reißt ihn vom Boden, meinen bleichen Engel,

Beäugelt grinsend seine edlen Glieder,

Umschlingt ihn fest mit zärtlicher Umschlingung

Und gellend dröhnt ein Schrei durch'S ganze Weltall,

Die Säulen brechen, Erd' und Himmel stürzen

Zusammen, und es herrscht die alte Nacht.