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Buch der Lieder
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XVIII
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XVIII

Gewohnheit des Reims und Silbenfalls, und siehe!es sind Verse womit ich diese dritte Auflage desBuchs der Lieder eröffne. O Phöbus Apollo! sinddiese Verse schlecht, so wirst du mir gern verzeihen...Denn du bist ein allwissender Gott, und du weistsehr gut, warum ich mich seit so vielen Jahren nichtmehr vorzugsweise mit Maaß und Glcichklang derWörter beschäftigen konnte ... Du weißt warumdie Flamme, die einst in brillanten Fcuerwcrkspielcndie Welt ergötzte, plötzlich zu weit ernsteren Brändenverwendet werden mußte ... Du weißt warumsie jetzt in schweigender Glut mein Herz verzehrt...Du verstehst mich, großer schöner Gott, der du eben-falls die goldene Leyer zuweilen vertauschtest mitdem starken Bogen und den tödtlichen Pfeilen . . .Erinnerst du dich auch noch des Marspas, den dulebendig geschunden? Es ist schon lange her, undein ähnliches Beispiel thät wieder Roth ... Dulächelst, o mein ewiger Vater!

Geschrieben zu Paris den M. Februar 1839.

Heinrich Heine.