Druckschrift 
Buch der Lieder
Entstehung
Seite
XVII
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XVIl

Sie trank mir fast den Odem auöUnd endlich, wollusthcischend,

Umschlang sie mich, meinen armen LeibMit den Löwcntatzcn zerfleischend.

Entzückende Marter und wonniges Weh!Der Schmerz wie die Lust unermeßlich!

Derweilen des Mundes Kuß mich beglückt,Verwunden die Tatzen mich gräßlich.

Die Nachtigall sang:O schöne Sphynr!O Liebe! was soll es bedeuten,

Daß du vermischest mit TodesqualAll deine Seligkeiten?

O schöne Sphynr! O löse mirDas Näthsel, das wunderbare!

Ich Hab' darüber nachgedachtSchon manche tausend Jahre."

Das hätte ich alles sehr gut in guter Prosasagen können . . . Wenn man aber die altenGedichte wieder durchliest, um ihnen, Behufs eineserneueten Abdrucks, einige Nachfeile zu ertheilen,dann überschleicht einen unversehens die klingelnde