Wenn Sie mal bei freundlicher Muße mir schreibenwollen, und zwar über Ihre persönlichsten Zustände, sowird mich das sehr erfreuen. Ihre Briefe treffen michsicher mit der Adresse: H. H., Or. für., bei der WitweHeine, geb. v. Geldern, auf dem Neuenwalle Nr. 28in Hamburg.
Leben Sie wohl, grüßen Sie mir Ihre Frau — ichmöchte wohl gern ein Stündchen mit Ihnen schwatzenund lachen.
Ihr Freund
H. Heine.
152. An Varnhagen von Ense.
Hamburg, den 4. Jamiar 1831.
Ich gratuliere zum neuen Jahre und wünscheIhnen und Frau von Varnhagen die beste Gesundheit.
Ihren Brief nebst der Novelle (den Brief vom29. Nov.) habe ich seinerzeit erhalten und den gutenRat, wenn auch contre coeur, befolgt. Ich habe michmit meinem X in erneute Freundschaft gesetzt, um wenig-stens bei plötzlichen Schlägen einen Schutz zu haben.Doch betrachte ich dergleichen nur als äußerstes Not-mittel, und mein Streben geht dahin, mir 5 toutprix einesichere Stellung zu erwerben, ohne solche kann ichjadoch nichtsleisten. Gelingt es mir binnen kurzemnicht in Deutschland, so reise ich nach Paris; wo ichleider eine Rolle spielen müßte, wobei all mein künst-lerisches poetisches Vermögen zugrunde ginge, und woder Bruch mit den heimischen Machthabern konsakriertwürde. Ich tue gar keine Schritte, nur von Ihnen er-
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