sozialen Interessen umfaßt, und Adel und Kirche nichtihre einzigen Feinde sind. Aber ich habe, zur Festlich-keit, die letzteren als die einzig verbündeten Feinde dar-gestellt, damit sich der Ankampf konsolidiere. Ich selbsthasse die aristocrstie bouozeoise noch weit mehr. — Wennmein Buch dazu beiträgt, in Deutschland, wo man stock-religiös ist, die Gefühle in Religionsmaterien zu eman-zipieren, so will ich mich freuen, und das Leid, das mirdurch das Geschrei der Frommen bevorsteht, gern er-tragen. Ach! trage ich doch noch schlimmere Dinge.
Seit acht Tagen plagen mich Kopfschmerz undArger. Im Herzen fühl' ich mich sehr frei und frisch,und denke noch Großes zu tun. Aber täglich verdüstertsich mehr und mehr meine äußere Lage, und die Studien,die mich so stark ergriffen, und obendrein die Weltereig-nisse haben mich meinen eigenen Angelegenheiten leidermehr entfremdet, als ich gegen mich selbst verantwortenkann. Dazu kommt, daß ich manchmal wie mit Blind-heit geschlagen war, mich von allen Seiten betrügen ließ.— — Dies alles ist mein Oheim schuld, der mir vorigesJahr noch Holland und Brabant versprach, so daß ichin Geldsachen nicht diffizil war und gern etwas sakri-fizicrte, literarischer Interessen wegen. Denn in Be-förderung dieser letzteren gibt es keinen besseren Verlegerals Julius Campe, und wenn es nur irgend möglich ist,behalte ich ihn auch deshalb. Nun stehe ich aber sehrschlecht mit meinem Oheim Salomon Heine, man hatmir von dieser Seite wohl beizukommen gewußt, undich muß ihn, der wichtigen Gründe wegen, ganz dere-linquieren. Ich sehe aber ein, daß ich in so schlimmerLage auf neue Ressourcen, im Notfall, bedacht sein
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