aus dem allgemeinen Zweikampf. Als mich die Pfaffenin München zuerst angriffen und mir den Juden zuerstaufs Tapet brachten, lachte ich — ich hielt's für bloßeDummheit. Als ich aber System roch, als ich sah, wiedas lächerliche Spukbild allmählich ein Vampyr wurde,als ich die Absicht der Platenschen Satire durchschaute,als ich durch Buchhändler von der Existenz ähnlicherProdukte hörte, die mit demselben Gift getränkt manu-skriptlich herumkrochen — da gürtete ich meine Lendeund schlug so scharf als möglich, so schnell als möglich.Robert, Gaus, Michel Beer und andere haben immer,wenn sie wie ich angegriffen wurden, christlich geduldet,klug geschwiegen — ich bin ein anderer, und das ist gut.Es ist gut, wenn die Schlechten den rechten Mann einmalfinden, der rücksichtslos und schonungslos für sich undfür andere Vergeltung übt. Genug davon. — Daß Sieund Frau von Varnhagcn krank sind oder wenigstensleiden, hat mich sehr betrübt; ich bin ebenfalls in schlechterGesundheit und weiß noch nicht, wann ich nach Berlinkommen kann. Frau von Varnhagen küsse ich die Hände,und ich kann ihr versichern, daß die Angst, die mir ihreKrankheit vorigen Winter einflößte, noch nicht ausmeinen Gliedern ist. Ich hoffe, Sie beide bald zu sehen.Ich würde an Gans selbst schreiben, wenn ich seine Kom-promittierungstalente nicht kennte.
Von Ihrer Schwester werden Sie wohl ein bischenBrief erhalten haben; sie läßt Ihnen durch mich einensehr langen Brief prophezeien. Ihre Kinder sowie auchDr. Assing befinden sich ganz wohl. — Und nun lebenSie wohl und wenn es Zeit und Lust erlauben, schreibenSie mir bald und viel; Ihre Briefe haben immer
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