zn gewinnen, es tut wahrhaftig not. Sagen Sie anGans, daß er diesmal für mich ins Feld müsse. Robertwird wohl seiner Selbsterhaltung wegen das Seinigetun; er ist mir Dank schuldig. Ich glaube jetzt nicht,daß Platen noch die Absicht hat, gegen mich zu schmähen,nachdem er gesehen hat, wie man ihn fassen kann. Ach!welch llbel ist der Krieg! Man ist hier allgemein ge-spannt, was Platen tun wird. Ich glaube er wird vomhohen Pferd herab gräflich vornehm über mich verächt-lichen Zwerg Herabphrasen, wie auf Jmmermann im„Tagebuche eines Lesers", das ich ihm ohne Umstände,als von ihm herrührend, auf den Kopf zusprach. Eshilft ihm aber nichts, er hat geschimpft, und i ch habejedes derbe Wort vermieden, suaviter in mocko; kor-titer in re. —
Meine Freundin Frau von Varnhagen wage ichkaum in diesem Brief voll Nöten grüßen zu lassen.Jedoch in dem Momente, wo ich ihren Namen ausspreche,werde ich heiter, wohlgestimmter, fast lachend munter —ja, grüßen Sic sie dennoch herzlich, recht lieb herzlichvon mir. Sagen Sie ihr, daß ich ihr alles sagen lasse,was ich seit sechs Monat gedacht habe; was das aber ist,das kann sie sich selbst denken. Leben Sie wohl undbleiben Sie freundgütig
Ihrem Freunde
H. H e i n e.
142. An I. H. Detmold.
Hamburg, den tS. Januar t8S0.Lieber Detmold! Wo stecken Sie in der Welt?Dieser Brief ist die Taube, die ich aus meiner Arche, aufs
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