Druckschrift 
1 (1906)
Entstehung
Seite
350
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ich selbst nicht, die zweite besteht aber darin, daß ichJuli mit all meinen Arbeiten fertig sein will und danngeht's fort, weit, weit fort.

Ein ganz einsamer Robinson bin ich hier nicht mehr.Einige Offiziere sind bei mir gelandet, Menschenfresser.Gestern abend im Neuen Garten geriet ich sogar in eineDamengesellschaft, und saß zwischen einigen Pots-damerinnen, wie Apoll unter den Kühen des Admet.

Vorgestern war ich in Sanssouci, wo alles glühtund blüht, aber wie! du heiliger Gott! Das ist alles nurein gewärmter, grünangestrichener Winter, und aus denTerrassen stehen Fichtenstämmchcn, die sich in Orangen-bäume maskiert haben. Ich spazierte umher und sangim Kopse:

Du moment Hu'on aime, l'on cievient si ctoux!

Lt je 5Ui's mo!-meme aussi tremblant csue vous.

Das singt nämlich das Ungeheuer inZemire und Azor".Ich armes Ungeheuer, ich armer verwünschter Prinz,bin so kummerweich gestimmt, daß ich sterben möchte.Und ach! wer tot zu sein wünscht, der ist es schon zurHälfte. Mein großes humoristisches Werk habe ichwieder beiseite gelegt, und mache mich jetzt aufs neue andie italienische Reise, die den dritten Teil derReise-bilder" füllen soll, und worin ich mit allen meinen Fein-den Abrechnung halten will. Ich habe mir eine Liste ge-macht, von allen denen, die mich zu kränken gesucht, damitich, bei meiner jetzigen weichen Stimmung, keinen ver-gesse. Ach, krank und elend wie ich bin, wie zur Selbst-verspottung, beschreibe ich jetzt die glänzendste Zeit meinesLebens, eine Zeit, wo ich, berauscht von Ubermut und

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