bw, wenn ich nicht von der Nachtreise und von denneuen Eindrücken der Stadt Florenz allzu erschöpft wäre.Leben Sie wohl und bleiben Sie gutIhrem ganz ergebenen
H. Heine.
13V. An Johann Friedrich v. Cotta.
Florenz, den lt. November 4828.
Herr Baron!
Ich hoffe, dieser Brief findet Sie ohne Schnupfen,Husten und ähnlichen Freuden, die jetzt im Lande, wo dieZitronen blühen, ebenfalls ganz besonders gedeihen undnoch wohlfeiler, als letzte, zu haben sind. Ich armer Schelmbin jetzt in der Blüte eines Katarrhs, der es nicht rat-sam macht, jetzt zurück über die Alpen zu gehen. Ichmuß wohl hier überwintern und Ihnen schreiben, stattIhnen persönlich aufzuwarten.
Damit Sie aber nicht glauben, ich sei in eineTänzerin verliebt und bliebe deshalb hier und wär' rechtbörnisch faul, so habe ich aus meinem italienischenTagebuch den Anfang ausgearbeitet, d. h. die starkenWorte und Kapitel ausgemerzt, so daß das beikommendeManuskript im „Morgenblatte" (und zwar recht bald)abgedruckt werden kann.
Ich habe seitdem in den Bädern von Lucca sehrschöne Tage gelebt, sowie auch in Livorno. Hier bin ichseit sechs Wochen, warte auf Briefe und studiere schöneKünste, wozu auch das Ballett gehört! Ich mache Sieaber nochmals drauf aufmerksam, daß ich in keine Tän-zerin verliebt bin, obgleich sich eine solche Liebe sehr gut
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