Uber die Gustav Schwäbische Rezension würde ichschweigen, wenn es nicht kleinlich wäre, meine Meinungzu verschweigen. Indessen ist es ebenso kleinlich, irgendeine Empfindlichkeit zu verraten. Unter uns gesagt,sie findet auch nicht statt; nur daß man von allen Seitenüber Skandal schrie und empört war, daß in einem Cotta-schen Blatte mit so wenig äußerer Achtung von mir ge-sprochen worden. Der arme Schwab hat's gewiß ehrlichgemeint, und erst gedruckt mag das Ding Euch in seinerfatalen Objektivität aufgefallen sein. Wahrlich ich hättein einem anderen Tone und respektierlicher von einemauf jeden Fall gleichbürtigen Dichter gesprochen. Nachdem Inhalte jener Rezension zu schließen, sollte manglauben, ich sei eben der Galeere entsprungen; sie wirktsogar auf meinen Kredit: ich glaube, wer sie gelesen,borgt mir keinen Groschen mehr. Ich komm' insSchwatzen.
Eine größere Beleidigung ist es, wenn man voneinem bedeutenden Geiste nur ein Stückchen auffaßt.Dies ließ ich mir gegen Sie zu schulden kommen. Ichhabe in der Rezension der Menzelschen Literatur nurFormelles besprochen. Von Ihrem positiven Wesen, vonder Innerlichkeit des Autors, z. B. von seiner Feindschaftgegen die Zeit usw., war nicht die Rede. Diesen Teilder Rezension werde ich im vierten Teil der Reisebilder,der zumeist aus Rezensionen bestehen soll, nachliefern,und Sie werden eine bessere Meinung von meinem Ver-ständnisse Ihrer Werke bekommen. Ich eilte zu sehr mitjener Rezension — den lachenden Vorwurf der Politikkonnte ich nicht lang ertragen — und so geschah es, daßich eine Rezension lieferte, die mehr zum Lesen des
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