stattet und der Welt gezeigt, wie wenig ich ihn beneide,wie wenig mich sein Ruhm pikiert — aber die böse Welthat die Sache schief genommen und nennt es eine Mysti-fikation des Publikums, ja, ich habe für meine Gutmütig-keit leiden müssen. Uber Schenks „Dürer" haben Sieselbst in Ihrem Liter. Blatt eine Rezension geliefert, dieaus M. Beers Feder geflossen ist, und wovon ich gesternschon etwas gelesen; dagegen wird Ed. Schenk wiederin der Abendzeitung seinen Beer lausen — Cotta wirdbeider Dichtungen verlegen — und so schreitet unsereLiteratur fort.
Ein bißchen merken Sic daraus, wie es hier zugeht.
Lesen Sie doch so bald als möglich Cottas GrafenPlaten, nämlich dessen eben erschienene Gedichte, er istein wahrer Dichter. Leider! leider, oder besser, schrecklich!schrecklich! Das ganze Buch enthält nichts als Seufzennach Päderastie. Es hat mich daher bis zum fatalstenMißbehagen angewidert. — Cottas Leute hier sehe ichselten, am seltensten Hermes. Gegen Cotta selbst, dersich gegen mich sehr brav und liebreich gezeigt, stehe ichfrei wie ein Vogel. Er, sowie ich, beabsichtigen eineRegeneration der „Annalen". Nächstens mehr darüber.Börne ist seit Mitte dieses Winters in Berlin, und daich ihm wegen einer Rezension meines Buchs der Liedernicht geschrieben habe, so müssen Sie, lieber Menzel, dochselbst Hand anlegen. Kolb werden Sie wahrscheinlich dortsehen. Daß ich, wie Sie verlangen, keine Exemplare derAnnalen, worin Ihre kleinen Aufsätze, Ihnen schicke, istnicht meine Schuld, ich bin nicht am Ort der Expedition,und nur Lindncr steht mit dieser in Briefwechsel. LiegtIhnen daher viel dran, so soll dieser dran denken. Ich
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