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1 (1906)
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117. An Moses Moser.

Lüneburg, den 30. Oktober 4827.

Ich reise diesen Abend weiter, muß noch packen,daher wenig Worte. Von Kassel aus will ich Dir aufDeinen lieben Brief ordentlich antworten. Ich reisenach München, wo mir viel versprochen worden, und,was noch besser ist, bereits garantiert ist. Meine Ge-sundheit, die wieder rückgängig, erlaubt mir keine großeTätigkeit. Schrecklich, daß ich trotzdem, in bittererJahreszeit, reisen muß. Was die äußeren Zeichen meinesLebens in München sein werden, sind die von 1828 andort erscheinendenAllgemeinen politischen Annalen",die, in regenerierter Gestalt unter meiner Redaktion er-scheinen sollen. Ich wünsche, daß dieses wichtige, garvornehm diplomatische Journal auch von Dir mit ge-eigneten Aussätzen unterstützt werden möge. BestimmeDir eine fortlaufende Rubrik, worunter Du Deine Be-merkungen über Zeit und Bücher mitteilst. Geh gleichan die Arbeit, damit ich, wenn auch nur ein paar Blätterfür das Januarheft von dir erhalte. Die Hoffnunggeht mir auf, daß jetzt endlich Dir etwas Drucklichesentlockt wird. Auf Verschwiegenheit kannst Du rechnen.Sag Gans nichts. Daß ich dem Aristokratenknecht Goethemißfalle, ist natürlich. Sein Tadel ist ehrend, seitdemer alles Schwächliche lobt. Er fürchtet die anwachsen-den Titanen. Er ist jetzt ein schwacher, abgelebter Gott,den es verdrießt, daß er nichts mehr erschaffen kann.Räumer kann bezeugen, daß ich ihn schon vor drei Jahrennicht mehr geliebt, und jetzt nicht durch Deinen letztenBrief bestochen worden.

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