noch immer ein kopfschmerzen-geplagtcr Mensch. Auseiner Reise nach Holland, die ich projektierte, wardnichts, wegen des dort herrschenden Fiebers. Um somehr, da ich mich anfänglich in Norderney schlechter be-fand, als gewöhnlich. Nur gegen das Ende meines Auf-enthalts wurde ich mobil. Vielleicht interessiert es Sie,daß ich dort den Fürsten Kossolowski kennen lernte, derIhr Kollege war, als Sie Minister in Karlsruhe waren.Er sprach von Ihnen und besonders von Frau vonVarnhagen mit vieler Wärme. Wie wohl ward mir,als ich Frau von Varnhagens Lob auf einer Sandinselder Nordsee von einem Russen ausrufen hörte! Ichhabe mich mit dem Russen sehr befreundet, usus etionsinseparables, und sahen uns späterhin im Lindcnhof zuBremen wieder. Er weiß noch nicht, ob er nach Ruß-land zurückkommen darf oder nicht. — Die FürstinSolms und eine Portion des Gothaer Kalenders — denwir armen Deutschen füttern müssen — war ebenfallsdort: doch ich hatte diesmal nicht viel mit ihr zu schaffen.
Ich machte eine schöne Seereise mit Sturm, Not,Sonnenaufgängen, Seekrankheit und allem Zubehör.Auch gar schöne Nächte genoß ich am Strand.
Seit vier Wochen bin ich hier bei meinenEltern, bleibe wohl noch zwei Monat, und reise von hierwieder nach Hamburg, um da den zweiten Teil meiner„Reiscbilder" drucken zu lassen. Dort bleib' ich bisFrühjahr, reise zur See nach Amsterdam, besehe Holland,und reise von da nach Paris. Ob ich den Rhein noch-mals besuche, ist unbestimmt. Niemand darf aber diesenReiseplan wissen, wenigstens niemand, der in irgendeinem allzu nahen Verhältnis zu mir steht, z. B. meine
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