Druckschrift 
1 (1906)
Entstehung
Seite
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Liebes Lottchcn, wo ich auch sein werde, ergießt sichtäglich mein Herz in den liebreichsten und frömmstenWünschen für Dich und Deine Kinder. Möge es Dirund ihnen immer gut gehen! Sei Du nur gut, undDu wirst glücklich sein, und Deine Kinder werden dannauch gut und glücklich werden. Ich bitte Dich, vergißmich nicht, denn ich liebe Dich sehr.

t04. An Friedrich Merckel.

Lüneburg, den K. Oktober 18LK.

Ich Hab' Dir lange nicht geschrieben; desto öfterHab' ich an Dich gedacht. Von Campe wirst Du er-fahren haben, wie es mir seit meiner Hierherkunft er-gangen. Das böse Fieber hat mich abgeschreckt, nachFriesland und Holland zu reisen; die Reise ist aberdarum nicht aufgegeben. Ich gehe mal von Hamburgaus mit dem Dampfschiff direkt nach Amsterdam.Dennoch will ich meine letzte Reise beschreiben. ImGrunde ist es auch gleichgültig, was ich beschreibe; allesist ja Gottes Welt und der Beachtung wert; und was ichaus den Dingen nicht heraussehe, das sehe ich hinein.Leider befinde ich mich noch immer von Kopfschmerzengequält, obschon das Bad mir erstaunlich heilsam war. Hier Hab' ich bereits acht große Seebilder geschrieben,höchst originell, vielleicht von nicht allzu großem Wert,aber doch immer bemerkenswert; und ich steh' dafür, siewerden bemerkt werden. Wenn es sich nur mit meinerGesundheit etwas mehr bessert, so wird der zweiteReisebilder"-Teil das wunderbarste und interessantesteBuch, das in dieser Zeit erscheinen mag. Ich übereile

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