Druckschrift 
1 (1906)
Entstehung
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leiten seitdem. Z. B. auch, daß ich um den Ruhm von1825 geprellt bin.

Leb wohl, schreib mir viel, besonders ob Du mirnoch mit ganzem Gemüte wohlwillst. Wohlwill ist krank.

gz. An Moses Moser.

Hamburg, den St. Februar 1826.

Obschon kopfmüde, kann ich doch nicht umhin, Direinige Zeilen zu schreiben. Ich sehe, Du hast denMarquis Posa abgelegt, und möchtest nun gern denAntonio präsentieren. Glaub mir, ich bin weder Tasso,noch verrückt, und wenn ich bis zum furchtbarsten meineEntrüstung aussprach, so Hab ich dazu meine gutenGründe gehabt. Es liegt mir nichts daran, wie manvon mir denkt, man kann auch sprechen von mir, wasman will; ganz anders ist es aber, wenn man diesesGedachte oder Gesprochene mir selbst, persönlich selbst,insinuiert. Das ist meine persönliche Ehre. Ich Hab'mich auf der Universität zweimal geschlagen, weil manmich schief ansah, und einmal geschossen, weil man mirein unziemliches Wort sagte. Das sind Angriffe auf diePersönlichkeit, ohne deren Integrität ich selbst jetzt nichtmstieren möchte. Nun will ich Dir erzählen: DerMann meiner Schwester suchte, angereizt durch wohl-verdiente Verachtung, die ich ihm zeigte, Rache an mirauszuüben, indem er mich und meine Lebensweise bei derganzen Welt verleumdete, und unter anderm auch Cohenantrieb, bei meinem Oheim zu meinem eigenen Bestenmeine schlechte Lebensart zu schildern, um ihn anzu-

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