Druckschrift 
1 (1906)
Entstehung
Seite
258
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auch in manchem Gedichte von Dir, das mir seitdemdurch denGesellschafter" und durch denMusen-almanach" zu Gesicht gekommen, eine geistige Blutsver-wandtschaft geahnt habe. Uber die ersten Ergüsse derlieben Flegeljahre und der Flegeljahrenliebe sind wirbeide schon hinaus, und wenn wir dennoch manchmaldas Lyrische hervortreten lassen, so ist es doch ganz undgar durchdrungen von einem geistigeren Elemente, von derIronie, die bei Dir noch Goethisch freundlich gaukelt, beimir hingegen schon ins Düsterbittere überschnappt. Ichwünsche sehr, daß Deine Ironie jenes heitere Koloritbehalte, aber ich glaube es nicht, und ich fürchte, auchaus Deinen Gedichten werden mir einst weniger Rosenund mehr Belladonnablüten entgegenduften.

Doch, ich wollte ja bloß wegen der Riesschen Kom-positionen schreiben. Was sie kosten, im Fall sie gedrucktsind, oder was das Abschreibegeld betragen mag, imFall sie noch Manuskript sind, will ich gern bezahlen.Schick mir die Sachen nur recht bald per fahrender Postunter Adresse an den Or. jur. H. Heine bei Moritz vonEmbken, Neuerwall Nr. 167 in Hamburg.

Und nun lebe wohl und bleibe freundlich gewogenDeinem Freund und Landsmann

H. Heine.

92. An Moses Moser.

Hamburg, den 9. Januar 18S«.

Ich hoffe, daß mir Cohen einen langen Brief vonDir mitbringt. Ich bitte Dich, wenn er noch nicht ab-gereist ist, schick mir durch ihn dieSeebilder" wieder

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