Druckschrift 
1 (1906)
Entstehung
Seite
248
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ganz bestimmt, weil ich sie, um alte Freunde anzuregenund neue Freunde zu gewinnen, bereits im Geiste hierverteilt habe. Leben Sie wohl, und bleiben Sie schutz-reich und gewogen

Ihrem Freunde

H. Heine.

88. An Moses Moser.

Verdammtes Hamburg, den 14. Dezember 18ZS.

Teurer Moses! lieber, gebenedciter Mensch!

Du begehst großes Unrecht an mir. Ich will jakeine große Briefe, nur wenige Zeilen genügen mir, undauch diese erhalte ich nicht. Und nie war ich derselbenmehr bedürftig, als eben jetzt, wo wieder der Bürger-krieg in meiner Brust ausgebrochen ist, alle Gefühlesich empören für mich, wider mich, wider die ganzeWelt. Ich sage Dir, es ist ein schlechter Spaß. Laßdas gut sein.

Da sitz' ich nun auf der ABCstraße, müde vomzwecklosen Herumlaufen, Fühlen und Denken, unddraußen Nacht und Nebel und höllischer Spektakel, undGroß und Klein läuft herum nach den Buden, um Weih-nachtsgeschenke einzukaufen. Im Grunde ist es hübsch,daß die Hamburger schon ein halb Jahr im vorausdran denken, wie sie sich zu Weihnacht beschenken wollen.Auch Du, lieber Moser, sollst Dich über meine Knickrig-keit nicht beklagen können, und da ich just nicht bei Kassebin und Dir auch kein ganz ordinäres Spielzeug kaufenwill, so will ich Dir etwas ganz Apartes zum Weihnacht

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