sein, daß die Gefühle der Liebe und Dankbarkeit, die ichfrüher gegen Sie hegte, sich ungeschwächt in meiner Brusterhalten, und daß der Beisatz von Mißbehagen und ^Schmerz, den Sie später in mir erregt, jeden Tag, ja sog»während ich dieses schreibe, mehr und mehr verschwindetIch verlange deshalb auch keine Erörterung von Ihnen, !ich weiß, was Sie denken, und das genügt mir, und ich ^wünsche sogar, daß von dem Inhalte dieses Briefes,den ich aus natürlichem Bedürfnis schreibe, nie zwischenuns die Rede sei, wenn sich dieses ohne Zwang mache»läßt. — Von der großen Mittlerin Zeit erwarte ich nochsehr viel, und ich hoffe, daß Sie durch dieselbe in denStand gesetzt werden, mich besser kennen zu lernen undsich zu überzeugen, wie sehr ich binIhr Freund und
H. Heine.
67. An Charlotte Embken.
Göttingen, den 8. Mai ISA,
Ich will Dir heut nur anzeigen, daß ich gesund undwohl wieder in Göttingen angelangt bin, und daß ichhier einen ausführlichen Brief von Dir erwarte, wieDu Dich befindest, alles andere ist Nebensache, nur wieDu Dich befindest will ich wissen. — Wann gedenkst Duniederzukommen? Siehst Du jetzt, wie gut es ist, wennman rechnen gelernt hat. Schone Dich nur, laufe nichtzu viel, nasche nichts, sonst wird Dein Kind ein Näschcr,auch lese jetzt keine Verse, sonst wird das Kind, das Dubekommst, ein Poet, — welches wohl ein großes Unglück
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