Druckschrift 
1 (1906)
Entstehung
Seite
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Ich habe unlängst dem Professor Gubitz einenZyklus kleiner Gedichte zum Abdruck imGesellschafter"zugeschickt. Sprich doch mit ihm, daß er sie bald ab-druckt, und wenn dieses vor meiner Anwesenheit dortgeschieht, so lasse Dir von Gubitz acht Eremplare dieserGedichte geben, welche ich ausdrücklich von ihm verlangtund bedungen.

Ich wünsche, daß Du drei Eremplare des ganzenZyklus jener neuen Gedichte, jedes besonders heftenlassen, und davon zwei Eremplare unter Kreuzkuvertfranko an meine Schwester schicken möchtest. Du machstdarauf die Adresse: An Madame Eharlotte von Embden,geborene Heine, Neuer Wall Nr. 167. Das dritteEremplar von den drei gehefteten schickst Du, ebenfallsunter Kreuzkuvert, an den Herrn Dr. R. Christiani inLüneburg. Entschuldige, daß ich Dir so viel Mühemache. Bis zum 2., 3. April werde ich wohl nochhier bleiben, und sind die Gedichte unterdessen abgedruckt,und ein Eremplar könnte mich noch bier antreffen,so wäre es mir lieb, wenn Du mir ebenfalls ein Erem-plar unter Kreuzkuvert schicken wolltest. Viele dieserGedichte können weder Dich noch andere Leute an-sprechen, und dennoch sind eben diese am eigentümlich-sten, besonders in der Form, und haben deshalbentschiedenen Wert. Grüße mir Deinen FreundLeßmann; ich freue mich, seine Bekanntschaft zumachen.

Lebe wohl, behalte mich lieb, und begnüge Dichmit dem, was ich bin und sein will, und grüble nichtdarüber, was ich sein könnte. Stirb auch nicht, bisich Dich wiedersehe.

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