gesetzt sein, so bin ich überzeugt, daß dieses nicht immindesten einen unfreundlichen Einfluß ausüben wirdauf unsere verwandtschaftliche Freundschaft, die auchin der Ferne (ein trüber Unmut wird mich auf immervon Hamburg zurückhalten) durch gemütliche Teilnahme,durch verständige Berichtigung und durch liebevolle Auf-munterung, mich, der ich noch in Verstimmung, Irrtumund Kampf lebe, oft erheitern, belehren und beruhigenwird.
24. An Immanuel Wohlwill.
Berlin, den i. April 18SS.
An Wolf, genannt Wohlwill!
Glaube nur nicht, Aimabelster, daß an der so langverzögerten Beantwortung Deines lieben Briefes eineFreundschaftserkaltung von meiner Seite schuld sei; nein,wahrlich, obschon in diesem strengen Winter mancheFreundschaft eingefroren ist, so hat sich Dein geliebtesdickes Bild aus den engen Pforten meines Herzens nochnicht herauswinden können, und der Name Wolf, oderbesser gesagt: Wohlwill, schwebt warm und lebendig inmeinem Gedachtnisse. Noch gestern sprachen wir vonDir anderthalb Stunden — unter w i r mußt Du immerverstehen: ich und Moser. Es ist wirklich auffallend,welche äußere Ähnlichkeit Du hast mit Herrn Hang-hoh,einem von den zwei chinesischen Gelehrten, die auf der
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