Druckschrift 
1 (1906)
Entstehung
Seite
58
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Loblied anstimmen über meine Bricfschreibungs-Ordcnt-lichkeit; aber das ist alles bloßes Vorurteil.

Obzwar wir uns durch Ihr freundliches Schreibennaher gerückt find, gewiß zwanzig Poststationen, etwabis Potsdam, so ist unsere Entfernung voneinander dochimmer noch zu weit, und ein Zentner Briefporto ist zuteuer, und das Briefschreibcn ist zu mühsam, und meineFaulheit ist zu groß als daß ich mit nötiger Ausführ-lichkeit Ihnen sagen könnte, wie Ihr Brief mir das Ge-müt erregt und bewegt und erfreut und getröstet undgestärkt.

Ich will mich daher lieber an das Geschäftlichehalten, und Ihnen meine Meinung über das Verleger-wesen mitteilen.

Durch Professor Gubitz hatte ssch die MaurerscheBuchhandlung zu dem Verlage meinerGedichte" b e -quemt, und außer vierzig Freieremplaren, wovon mirbis auf diese Stunde noch zehn Eremplarc aus filzigerKnickrigkeit vorenthalten werden, habe ich keinen Pfennigerhalten. Dieses sage ich Ihnen sub rosa zu IhrerTröstung, da ich zweifle, ob das Honorar für Ihr erstesWerk besonders bedeutend gewesen sein mag. Durchihre häßlichen Winkelzüge und schmutzigen verletzendenKniffe ist mir aber die Maurersche Buchhandlung (ihrChef heißt V.) jetzt so verleidet, daß ich ihr dieser Tagemeinen Unwillen auf die empfindlichste Weise zu er-kennen gab, und mein zweites Buch gewiß nicht beiMaurer erscheinen wird, und ich schon diese Woche einenandern Verleger dazu suchen will. Bei meiner an-gebornen Unbeholfenheit in allen Geschäften, die ins

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