Eurer Abreise herging. Der Saal des Musikvcrcins istgewiß mit schwarzem Flor behangen worden, 14 Tageist dort gewiß kein ^Ilezro gehört worden, nur ^clszio.— Und die Straßen, wie müssen die jetzt tot sein! —Hast Du auch geweint wie Du fortfuhrst? — Wie istes Euch auf der Reise gegangen? Ich habe mancheNacht auf meinem Holzstuhl gesessen und in meinengroßen gelehrten Büchern mechanisch fortgelesen, währendmeine Gedanken sich auf der Lüneburger Heide herum-trieben und ängstlich zusahen: ob auch Euer Kutschernicht schläft, ob Euer Wagen auf der rechten Spur, obEuch kein Rad bricht. —
Bist Du auch wert, daß ich Dich so lieb habe? —Harry Heine, stuck. juris.
4. An Friedrich von Beughem.
An Fritz von Beughem!
Mein Fritz lebt mm im Vaterland der Schinken,Im Zanberland, wo Schweinebohnen blühen,
Im dunkeln Ofen Pumpernickel glühen,
Wo Dichtergcist erlahmt, und Verse hinken.
Mein Fritz, gewohnt, ans hcil'gem Quell zu trinken,Soll nun zur Tränke gehn mit fetten Kühen,
Soll gar der Thcmis Aktcnwagen ziehen, —
Ich fürchte fast, er muß im Schlamm versinken.
Mein Fritz, gewohnt, auf buntbcblümten AuenSein Flügelroß mit leichter Hand zu leiten,
Und sich zu schwingen hoch, wo Adler horsten;
Mein Fritz wird nun, will er sein Herz erbauen,Ans einem dürren Prosaganl durchreiten —Den Knüppelweg von Münster bis nach Dorsten.
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