Druckschrift 
3 (1851) Romanzero
Entstehung
Seite
82
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Die weiße, gespenstische Möve war's,Und ob dem bösen Schrei,Der schauerlich klang wie Warnungsruf,Erschraken wir alle drei.

Bin ich im Fieber? Ist das ein SpukDer nächtlichen Phantasei?

Aefft mich ein Traum? Es träumet mirGrausame Narrethei.

Grausame Narrethei! Mir träumtDaß ich ein Heiland sei,

Und daß ich trüge das große KreuzGeduldig und getreu.

Die arme Schönheit ist schwer bedrängt,Ich aber mache sie frei

Von Schmach und Sünde, von Qual und Roth,Von der Welt Unflätherei.

Du arme Schönheit, schaudre nichtWohl ob der bittern Arznei;Ich selber kredenze dir den Tod,Bricht auch mein Herz entzwei.