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Osnabrück, den 27. Novembr. 1772.sogleich ich überzeugt bin, daß Sie wissen, wie viel Hochach-tung und Liebe ich für Sie habe, sv kann ich doch nicht leug-nen, daß ich zuweilen wünsche, Sie möchten mich einmal se-hen , wenn ich einen Brief von Ihnen erhalte. Wenn ich eineHalsbinde anhabe, so mache ich sie los, eben so die Strumpf-bänder, werfe gewöhnlich noch eine Schaufel voll Steinkohlenin den Ofen, rücke meinen Stuhl mit dem großen Kissen da-vor und fange dann an zu lesen, und das mit einer solchenAndacht und einer solchen gänzlichen Vergessung alles dessen,was um mich ist, daß es mich, glaube ich, gleich wenig inler-essiren würde, ob der Wind oder Urania an dem Fenster rap-pelte, zwei Dinge, die sich gerade so verhalten wie Nichts undEtwas. Ich habe auch ein Mittel, Ihre Briefe drei oder garviermal länger zu machen, als Sie selbst zu thun Zeit undGeduld haben, ich fange, wenn ich am Ende bin, immer wiedervon vorne an.
Da ich mit den Beobachtungen für die Länge hier nichtviel glücklicher bin als in Hannover, indem ich die Sonnensin-sterniß gar nicht gesehen habe, und auch nur sehr wenige Ju-piterstrabanten-Entsinsterungen, auch von den noch zurückseien-den immer weniger zu hoffen steht, so kann ich nicht leugnen,quält mich zuweilen der Unmuth etwas. Hier sind mir, imGegensatze zu den Göttinger Beobachtungen, diese Begebenhei-ten so kostbar, daß sogar mein Heinrich schon den Tag zuvordavon zu reden weiß. Wird es nun um die Zeit der Begeben-heit schönes Wetter, da sollten Sie einmal erst das schöne Wet-ter in unfern Gesichtern sehen, wird es aber trübe, sv über-zieht sich auch Alles bei uns, und da hat's nicht selten bei mir