Druckschrift 
1 (1846)
Entstehung
Seite
306
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cin Compliment zu machen, und die wohl leicht zusammen 21Schönen in Stade durch ihren Tr'd das Herz hatten brechenkönnen. Dieses gab 2 jungen Herrn darunter vermuthltch An-laß den Streich zu spielen, denn sie setzten sich noch an demsel-ben Abend in die Chaluppe und fuhren nach dem neuen Werk,wo ein Hamburgischer Leuchtthurm sieht und taglich Gelegenheitnach Hamburg ist. Andere aber glauben, daß es ein hie-siger Obrist, der nicht mit von der Gesellschaft gewesen ist, ge-than habe. Wer es aber auch gethan haben mag, so ist es ver-muthlich in der oben erwähnten Absicht geschehen, die aber nichterreicht worden ist, denn wir kamen einen Tag vor der Zeitungan. Hier konnte auch Niemand leicht, als etwa ein unerfah-renes Mädchen damit hintergangen werden, denn die erstenNachrichten von solchen Unglücksfällen ist man hier so wenig ge-wohnt von Hamburg aus z» erhalten, als in Göttingcn tue er-sten Nachrichten von dem Tod der Professoren aus den gelehrtenZeitungen. Unsere Reise, deren umständliche Beschreibung ichmir bis auf meine Ankunft in Göltingen vorbehalte, ist sehrglücklich und angenehm gewesen. Bei unserer Retour bliest esdes Mvrgens zwischen 3 Uhr und 7 so heftig, daß wir in 4^Stunden li) Meilen zurücklegten. Außer de» Matrosen, demSteuermann und Lootscn konnte sich keiner damals auf demVerdeck halten, als ein Lieutenant von unserer Gesellschaft undich. Die andern lagen alle in den Betten, zum Theil warensie wirklich alle seekrank, und zum Theil graute ihnen. Hein-rich selbst, der sonst überall Neugierde mit Vorwitz verbunden ge-zeigt hat, hielt sich sehr stille, und überhaupt aus seinem Be-tragen zu schließen ist er übler daran gewesen, als er noch zurZeit eingestehen will. Als wir zu Cuxhafen ankerten, sprang erzuerst auf das feste Land, tanzte und wälzte sich auf dem Grast.