Vötting«?, den 31. Octobr. 1773.
(Icstern Ihr Brief und heute die Antwort; dieses ist einePracision, die sich selten in meiner epistolarischcn Ökonomie fin-det, wie Sie, gutwilliger Mann, mir wohl ohne Beweis glaubenwerden. Ihre hundert Thaler sind in meinen Händen, und icherwarte Ihren Befehl, was ich damit anfangen; ob ich sie aus-zahlen oder selbst verzehren soll. Ist das Erstere, so bitte ichmir den Namen der Person aus, und ist es das Letztere, sokönnen Sie sie gegen 100 Thaler swestphälische) Schinken -nspecio wieder haben, denn darauf will ich sie allein verwenden.
Auf das Journal dürfen Sie vor dem 10ten Januar nichtrechnen. Sie sollen es aber so früh haben als einer und selbstals Eine, die ich mir denke; ist das nicht alles Mögliche?Schicken Sie mir nur Etwas noch zum ersten Stück. Ich rechnefürwahr auf Sie. Die Gesellschaft, in der Sie erscheinen , sollIhnen keine Schande machen. — 'Es freut mich in der Thatsehr, daß Ihnen mein Kalender gefallen hat.
Ihr Reisejvurnalhabe ich Herrn Schernhagen zugeschickt,und Sie rverden es bereits haben. Es hat ihm sehr wohl ge-fallen. Aber haben Sie nicht noch eins, wo die Mädchen darinvorkommen? Ins Archiv Ihres Herzens möchte ich wahrlicheinmal gucken. Sie sind traurig, Und die Ursache ist eine großeFreude. Der Himmel betrübe Sie mehr auf diese Weise. Dasgehört ins Hcrzensarchiv unter den Artikel — .— — — Nichtwahr?
') ,/Bemerkungen über verschiedene Gegenstände ans seiner Reisedurch einige deutsche Provinzen" in Briefen. Später (1782) im Druckerschienen zu Stendal.