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erlitten und schämte mich vor der ganzen Welt zwischen Casselund Hannover; ich wurde krank und zwar bekam ich Kinder-krankheiten, ein Umstand, der mir sehr bedenklich schien — soging der Winker hin. Unser lieber gemeinschaftlicher FreundFischer sagt mir, daß Sie eine Reise thun werden, der Himmelgebe Ihnen mehr Glück als mir, das ist setzt immer meinWunsch, wenn ich von Reiseprojcktcn börc.
Bolta') ist sechs Tage hier gewesen, und hat davon dengrößten Theil bei mir zugebracht, er ist ein vortrefflicher Mann,dispurirt aber hitzig und spricht sehr gut. Es befand sich Prof.Scarpa") bei ihm, den Sic besser kennen werden, als ich ihnkannte; ich schätze es mir für ein Glück ihn kennen gelernt zuhaben.
In meiner Physik habe ich diesen Sommer 120 Subscri-bcnten, darin ist auch Göttling der bekannte Verfasser desApothekeralmanachs, ein vortrefflicher Kopf und Chemiker.
Hr. Pros. Fischer -j-) baut uns hier ein Accouchierhvspital,das eins der besten Gebäude im Lande werden wird. Die hiesi-gen Dienstmädchen sind darüber außer sich vor Freude. Sie sa-gen, nun weiß doch ein honnettes Mädchen wo sie binkommt.
Nun liebster Freund schreiben Sie mir zuweilen während
V
') Bekannter Physiker; Professor zu Pavia.
") Berühmter Anatom; Professor zu Pavia.
"3 Joh. Friedr. Aug. Göttling, später, 178g, außerordentli-cher Professor der Philosophie in Jena.
ch) Joh. Heinr. Fischer, geb. zu Coburg tiog. Prof. der Medi-än zu Güttingen 1782. Später Geh. Rath des Fürsten von Nassau-Wcilburg und zuletzt Geh. Rath, Leibarzt und Geburtshelfer zu Mün-chen. Gest. 18lD