Druckschrift 
1 (1846)
Entstehung
Seite
202
Einzelbild herunterladen
 

200

und daß, falls doch eine Übersetzung gedruckt werden soll, eineandere gemacht werden müsse. Ich merke wohl, unser lieberTrebra mnß selbst kein sonderlicher Franzose sein, denn sonsthätte er mir die Sache nicht übertragen, oder hätte wohl dasGanze selbst übersetzt. Ferner ihm, weil viel Zeit verlorenwerde, mit mir anzurathen, das Ganze französisch abdru-cken zu lassen. Wollten Sie es aber, bester Mann, selbst über-setzen, so wäre das freilich das Sicherste. Herr von Trebramuß, und würde bezahlen. Auf alle Fälle wird es Ihnenaber nicht unangenehm sein, die Schrift zu lesen. KünftigenDonnerstag schreibe ich an Hrn. v. Trebra, und bis dahin darfich wohl eine geneigte Antwort hoffen. Wieland's Aufsatz,soviel davon im Julius steht, habe ich gelesen. Er enthält vor-treffliche Gedanken. Es ist aber auch sehr viel, zumal in derallgemeinen deutschen Bibliothek, vorgearbeitet. Indessen scheintes mir doch, als wenn die Gränzlinien auch nicht scharf gezo-gen wären, welche das Draußen ruhig stehen lassen von demoontr-üns las onlrer scheiden. Glaube an einen Gott undund an eine Unsterblichkeit der Seele, sagt er, sind nörhig,weil so viele Tausende unglücklich werden würden, wenn dieseGrundsäulen erschüttert würden. Soll aber dieses das Kriteriumder Unantastbarkeit sein, so werden wir statt zwei Säulen baldwieder eine ganze Colvnnade haben. Ich habe einen sehr recht-schaffenen Mann gekannt, dem Thränen des Entzückens dieBacken herabrollten, wenn er dachte, daß er dereinst die fünfWunden berühren und seine Finger hineinstecken würde w. Mansoll den innern Frieden der Gemüther nicht stören, also wennman ihn nie stört, was geschieht einem? und guaeiitur ferner,wo geht denn das Stören an? und wer soll entscheiden, daßes angegangen sei? Mit einem Wort, es stellen sich hier alle