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8.
Güttingen, dm 7tcn Dcccmb. 17SS,
hergeben Sie mir um's Himmels willen, theuerster Hr.Hofrath, meine Saumseligkeit, de>tn anders kann sie mir nichtvergeben werden. Ohne Ihre Erinnerung, für die ich herzlichdanke, wäre das Werkchen vielleicht erst künftigen Sommerwieder zurückgekommen, so ganz hatte ich es vergessen und sogut war es aufgehoben. Es lag in einer Schreibchatoulle, vonder ich nur bei meinen kleinen Reisen nach dem Garten Ge-brauch mache, den ich nun kor goock verlassen habe. HabenSie die Güte bei Ihrem Freunde mit meiner Danksagungmeine Verrhcidignng zu übernehmen.
Die schwedischen Ofen sind mir sehr wohl bekannt, dennich habe vor etwa 8 Jahren selbst einen auf meiner Stube ge-habt, aber nur einen einzigen Winter. Die Ursache, warum ichihn wieder abgeschafft habe, war bloß, daß er schwer zu heizenist, ich meine, daß viel Zeit darüber hingeht, bis er warmwird. Dieses paßte für meine Umstände nicht. Wenn ich beistrenger Kälte z. B. um 5 Uhr ausstehen wollte, so wäre esfast nöthig gewesen um 2 oder 3 Uhr einheizen zu lassen, zu soEtwas ist Götlingisches Gesinde nicht zu bringen, wenigstens aufdie Dauer nicht, und bloß deswegen habe ich ihn abgeschafft.Sonst aber, wenn der Ofen einmal durchgeheizt ist, kenne ichkeine angenehmere, die stechende Hitze, gegen die man sonstOfenschirme gebrauchen muß, fällt ganz weg, und die Luft imZimmer gleicht einer angenehmen Sommerluft. Auch hält erdie Hitze sehr lange, zumal wenn das Feuer etwas stark gleichvon Anfang gemacht wird, und man den Schieber schließt, so-