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Das wird sich hoffentlich nach einem erquickenden Gewitter wir-rer geben. Du mußt nur noch etwas Geduld haben mit mei-nen Arbeiten. Es ist ja nicht Faulheit, nicht Widerwillen, son-dern die reine Unmöglichkeit. Ich würde ja, wie Du weißt. Allesfür Dich aufopfern. Ich fürchte aber durch Anstrengung in eineKrankheit zu verfallen, die nicht so gut aushalten möchte alsdas Nervenübel.
Alles Übrige im Hause befindet sich wohl bis auf den Prin-zen George. Der Arme hatte gestern heftiges Reißen in denOhren mit Fieber und hat zu Bette gelegen. Heute aber gehtes denn doch wieder ein wenig besser.
Der Medoc ist gestern angekommen und sogleich im Ge-wölbe beigesetzt worden, und sieht nun seiner Auferstehung ent-gegen.
Mein Auditorium ist wieder sehr gut besetzt, es werdennahe an 8l> sein. Unter meinen Zuhörern befindet sich auch Hr.Major v. Hinüber, mit dem ich eine sehr angenehme Bekannt-schaft gemacht habe.
Die Franzosen betragen sich nach dem Frieden in den klei-nen Staaten Deutschlands nicht gut, ja sie haben sogar in ei-nigen Darmstädtischen Amtern die alten Grausamkeiten wiederausgeübt und ihre Forderungen sind unüberschwenglich. In die-sen Tagen sprach man hier sogar stark davon, daß sie hierher kom-men würden. Ich glaube noch nicht daran. Wenn ich es abergewiß wüßte, so wollte ich mich wenigstens mit dem AnkerWein eilen, denn es wäre Jammerschade, wenn dieser verlorenginge.
Wenn die Witterung am Freitage nach Himmelfahrt, alsden Msten Mai!?! schön ist, so wollen meine Frau, ich unddie Kinder Deinen Geburlstag im Holze unter den 3 Eichen