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immer einer der angenehmsten des ganzen Jahres ist, weil er derGeburtstag eines Mannes ist, den ich wie mein Leben liebe. Da-her kommt es dann, daß wenn ich Wein trinken darf, ich immeran diesem Tage mit Frau und Kindern etwas mehr trinke als sonst,nicht so gehe und so sitze wie sonst, und immer meine Briefe sodatire, als stände der Brief des Dalums wegen da. BerstehstDu mich nun, Alter? Gut! Das war das Datum, nunkommt der Brief.
Also erst einige Neuigkeiten und zwar die schlechten voran:Am vergangenen Sonnabend starb Meyenberg, und Tags dar-auf unser vortrefflicher Murray. Der Jurist und Burgermeisterwurde auf sein ausdrückliches Verlangen secirt, der Arzt aber,ebenfalls auf sein Verlangen, nicht. Murray ist heute begra-Ken worden. Als ich Wrisbergen im schwarzen Kleide hingehenund Richtern von ferne hinfahren sah, so wurde mir, ich gestehees, die Brust etwas enge, und die Thronen stiegen mir in dieAugen, ich ging vom Fenster weg, und der
2«ste Maigab mir meine Heiterkeit wieder.
Nun das Angenehme: Deine liebe Frau und Kinder, meineliebe Frau und Kinder und ich sehen alle aus und stehen sofrisch wie Deine Gärten. Ich sehe zuweilen auch fast so grünaus, bin aber doch immer wohl und denke, wenn der Herbstund der Winter kommt, so findet sich wohl die gelbe Farbevon selbst, das sind Kleinigkeiten. Meine Zuhörer sind auf 2oder 3 über l00 angewachsen, woraus ich schließe, daß dieZahl der Neuangekommenen nicht gering sein muß. Mein neuerAssistent im Collegio, Hr. Seyde, hält sich vortrefflich, es istein ganz anderes Leben als mit dem trägen und falschen K.,und meine Sorgen waren ganz vergeblich.
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