Druckschrift 
1 (1846)
Entstehung
Seite
102
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IV2

ren habe, daß sie 3 Bastarde (ohne Scherz 3) gehabt hat, undeinen in ihrem IS. Jahr. Jetzt ist sie ordentlich, und wie mirmein Wirth sagt, unverbesserlich in ihrem Dienst. Ich hättedas nie geglaubt, da mich doch ihre ins Heilige spielende Be-scheidenheit am Tage so Etwas leicht hätte vermuthen lassenkönnen.

Jetzt schreibe ich an dem größten Briefe, den ich je in mei-nem Leben geschrieben habe. Ich bin schon weit im Sren Bogen(ganze versteht sich) und bin Willens, noch drei hinzuzufügen.Hr. Ljungberg, an den er gerichtet ist, thäte nicht unrecht, wenner ihn unter dem Titel drucken ließe: Geheime und öffentlicheGeschichte des Prof. Lichtenberg, enthaltend allerlei Beobachtungenvon Menschen, Mädchen, Sternen und Jnsecten, nebst einerMenge theils artiger theils unartiger Reflexionen und Spinti-sationen über alle viere, von ihm selbst entworfen.

Ich bin Dein Bruder zc.

13.

Zum letztcnmale aus Hannover 1772 den 21tm Juli.

Ä^enn man von Leuten, die schon für jene Welt gepackt ha-ben, sagt: sie stehen mit einem Fuß im Grabe, so kann ichjetzo sagen, da ich für Osnabrück gepackt habe, daß ich mit ei-nem Fuße in der Chaise stehe, um dahin abzureisen. Ich sehedoch nun, daß man sich in jeder Hecke ein Nest bauen kannwenn man will. Ich verlasse Hannover so ungern, als ich ehe-mals Göttingen verließ, so wenig Umgang ich auch gehabt habe;ich habe mich aber desto stärker an den gewöhnt, den ich gehabthabe, und kann mich desto schwerer von ihm losreißen. Die bei-